Delmenhorst Der Wahlkampf für die am 11. September stattfindende Kommunalwahl soll in Delmenhorst fair und menschlich geführt werden. Angeregt durch eine Initiative in Wilhelmshaven haben deshalb am Montagnachmittag auf Einladung des DGB-Stadtverbandes Delmenhorst mit ihrem Geschäftsführer Oliver Barth und des Breiten Bündnisses gegen Rechts mit Hartmut Nordbruch an der Spitze Vertreter von CDU (Frauke Wöhler), SPD (Parteivorsitzende Gabi Baumgardt und stellvertretende Vorsitzende Margret Hantke) und Bündnis 90/Die Grünen (Harald Schneewind) und Unabhängige Delmenhorster (Sascha Voigt) einen „Pakt der Demokraten“ unterzeichnet. „Ein schöner Wahlkampf–Auftakt“, meinte Barth. Piratenpartei, Gruppe FDP/Stöver, und Parteineutrale Linke/Pro Delmos haben nach seinen Angaben ihre Bereitschaft zur baldigen Unterschrift signalisiert. Das Bürgerforum wolle sich an diesem Dienstag mit einer eigenen Erklärung äußern.

Die Unterzeichner verpflichten sich unter anderem, deutlich zu machen, dass sie für ein weltoffenes, tolerantes und friedvolles Miteinander in Deutschland eintreten. Chancen und Herausforderungen aktueller Flucht- und Migrationsprozesse sowie deren mitmenschliche Umsetzung sollen sachlich diskutiert werden.

Im Werben um Stimmen sollen keine rassistischen, fremdenfeindlichen oder andere diskriminierende Parolen verwendet werden. Ziel ist eine Stärkung des Miteinanders, keine Ausgrenzung.

Delmenhorst habe immer einen Umgang mit Einwanderern gefunden, betonte Oliver Barth, mal schnell und gut, mal erst nach vielen harten Auseinandersetzungen. „Das bedeutet nicht, dass es immer so sein muss“, mahnte der Gewerkschaftssekretär. Mit dem „Pakt der Demokraten“ möchte man sein Einstehen für gewisse Werte auch für die Zukunft deutlich machen.

„Eine tolle Idee“ nannte Sascha Voigt die Verabredung. Es müsse für jeden selbstverständlich sein, daran teilzunehmen. Die Umsetzung der darin geforderten Punkte sei in Delmenhorst „zwar nie ein großes Thema gewesen“. Hier habe sich Delmenhorst in der Vergangenheit als gutes Vorbild gezeigt.

Klaus Pohl (Verdi) zeigte sich bei der Unterzeichnung „ganz sicher, dass sich alle auch an die Abmachungen halten werden“. Natürlich seien auch die Wähler gefordert, sich mit den Vorschlägen von Gewerkschaft und Bündnis auseinander zu setzen. So würden „Plastikworte mit Leben erfüllt“.

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