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DELMENHORST Der Landesverband vertritt rund 57 000 aktive und ehemalige Soldaten. Sie stammen aus vier Bundesländern.

Von Wolfgang Loest DELMENHORST - In den vergangenen 15 Jahren haben mehr als 200 000 Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr an Auslandseinsätzen teilgenommen. Das Dienstrecht, das im Grundsatz noch aus den 50er-Jahren stammt und ebenso wie die Besoldung an ganz eng an die Regelung für Beamte angelehnt ist, kann diesen neuen Anforderungen nicht gerecht werden, ist Oberstabsfeldwebel Hans-Dieter Petersen überzeugt. Petersen ist Vorsitzender des Landesverbandes Nord im Deutschen Bundeswehrverband, der die Bundesländer Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Hamburg und Bremen umfasst. Der Vorstand des Landesverbandes tagt gegenwärtig in Delmenhorst.

Während des Treffens geht es nicht nur um Initiativen, mit denen die Politik für die verstärkte Berücksichtigung sozialer Belange von Soldaten gewonnen werden soll, sondern auch um interne Verbesserungen. So fehlt es an Kinderbetreuungsmöglichkeiten für Soldatenfamilien, kritisiert Petersen.

Den Schwerpunkt legt der Bundeswehrverband allerdings auf die Anpassung des Dienst- und Besoldungsrechtes an die veränderten Bedingungen. „Die Bundeswehr ist längst keine klassische Verteidigungsarmee mehr. Sie ist weltweit im Einsatz. Und wenn es bislang um Stabilisierung und Friedenssicherung ging, wird der Tag kommen, an dem von der Bundeswehr verlangt wird, den Frieden zu erzwingen, sprich Krieg zu führen“, sagt Petersen. Bislang seien in Auslandseinsätzen mehr als 5000 deutsche Soldaten zum Teil schwer verletzt und fast 70 getötet worden. Nach dem geltenden Recht fällt dies unter die Rubrik „Einsatzunfall“.

Während der dreitägigen Vorstandssitzung, auf der auch die Landesversammlung Ende März im Ostseebad Damp vorbereitet wird, sprach sich die Vertretung von rund 57 000 Soldaten dafür aus, die sicherheits- und wirtschaftspolitischen Interessen der Bundesrepublik im Einklang mit der EU klar zu definieren. Auf dieser Basis könne die materielle und personelle Ausstattung der Bundeswehr definiert werden, die erforderlich ist, damit sie ihren Auftrag erfüllen kann.

Neben Berufs- und Zeitsoldaten sind auch Wehrpflichtige von der Arbeit, die der Bundeswehrverband leistet, überzeugt. Die Hauptgefreiten Marco Bischoff und Tobias Dorf gehören dem erweiterten Landesvorstand an. Auch wenn wir vielleicht nicht mehr die Früchte unseres ehrenamtlichen Engagements ernten, ist es doch wichtig, etwas für die Kameraden zu tun“, sagte Bischoff gestern. Schließlich hätten die derzeitigen Wehrpflichtigen auch davon profitiert, dass der Verband vor ihrer Zeit die Streichung des Weihnachtsgeldes verhindert hat.

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