Delmenhorst Die in der vergangenen Woche von der Bürgerforums-Ratsfrau Eva Sassen und Sascha Bernhard von den Freien Wählern gegründete Bürgerinitiative „Krankenhaus“ nimmt Fahrt auf. An diesem Dienstag ruft sie die Gegner des von der Politik beschlossenen Standorts für das neue Krankenhaus Josef-Hospital Delmenhorst (JHD) in der Innenstadt zu einer Protestkundgebung auf. Diese wird um 18 Uhr vor dem Rathaus beginnen. Die Bürgerinitiative will mit Macht den Krankenhaus-Standort Wildeshauser Straße durchdrücken.

„Man mag es als Wink des Himmels verstehen, dass das alte Krankenhaus in der Innenstadt abbrannte, als es gerade keine Patienten beherbergte“, so Sassen in einer am Montag versandten Pressemitteilung. „Jetzt haben der Geschäftsführer des JHD und die Ratspolitiker die Möglichkeit, den Standort zu ändern – ohne Gesichtsverlust! Auch die Parteien können ihre Beschlüsse korrigieren“, heißt es dort weiter. Ort und Zeitpunkt der Kundgebung wurden mit Bedacht gewählt, denn die Initiative sucht die Konfrontation mit den Ratsmitgliedern. Diese sind nämlich im Vorfeld des bürgeröffentlichen „Stadtgesprächs“ (Mittwoch, 9. November, um 19 Uhr in der Markthalle) ins Rathaus dazu eingeladen, sich bei Stadtbaurätin Bianca Urban, dem JHD-Geschäftsführer Thomas Breidenbach, dem Stadtwerke-Geschäftsführer Hans-Ulrich Salmen und dem Hertie-Investor Werner Uhde über die Umbaupläne in der Innenstadt zu informieren.

Der Ausbau des Standorts Mitte zum alleinigen Delmenhorster Krankenhaus könnte zum Beispiel durch die Verweigerung einer Zustimmung zu der für den Neubau erforderlichen Änderung des Bebauungsplanes Innenstadt verhindert werden, deutet Sassen an. Den JHD-Geschäftsführer fordert sie auf, umgehend einen Architekten-Plan für einen Neubau an der Wildeshauser Straße in Auftrag zu geben und diesen von der Oberfinanzdirektion anerkennen zu lassen.

Für Verwerfungen innerhalb der SPD hat die Teilnahme zweier nicht gewählter Ratskandidaten der Partei, Irene de La Lanne und Hans-Günter Stasch, an der Gründungsversammlung der Initiative gesorgt. Dort haben sie nicht nur mit dem AfD-Ratsherrn Jürgen Kühl an einem Tisch gesessen, sondern sie hätten sich auch über Parteitagsbeschlüsse hinweggesetzt. „Darüber wird noch zu sprechen sein!“, so der kommissarische Unterbezirksvorsitzende Björn Gottschalk.

Wolfgang Bednarz Delmenhorst / Redaktion Delmenhorst
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