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Delmenhorst Harsche Kritik an der CDU-Vorsitzenden Bundeskanzlerin Angela Merkel übte Heinz-Gerd Lenssen (66), auf dem Kreisparteitag am Freitagabend im Hotel Goldenstedt für die kommenden zwei Jahre wiedergewählter Kreisvorsitzender. „Wir müssen nicht sagen, dass wir’s schaffen, sondern wie wir’s schaffen“, griff Lenssen das wohl bekannteste Merkel-Zitat zum Flüchtlingsthema auf.

Das Erstarken der AfD stünde in unmittelbarem Zusammenhang mit der Tatsache, dass „Verbrecher unkontrolliert über die Grenzen“ hätten kommen können und Gesetze bei der Festsetzung von Kriminellen zu lasch umgesetzt würden. „Hierzu wird es einen eigenen Antrag auf dem Bundesparteitag in Essen geben“, kündigte Lenssen an.

Der Abwanderung von Wählern zur AfD sei auch das unter den Erwartungen zurückgebliebene Wahlergebnis der CDU bei der Kommunalwahl am 12. September geschuldet, so Lenssen. „Das Ziel, stärkste Fraktion zu werden, haben wir nicht erreicht.“ Im neuen Rat hält die CDU zehn Sitze, einen Sitz weniger als bisher.

Bei den turnusmäßig anstehenden Neuwahlen des Vorstandes des 233 Mitglieder zählenden Kreisverbandes wurde Lenssen mit 27 von 30 Stimmen im Amt bestätigt. Weitere Kandidaten gab es nicht. Für Kristof Ogonovski, der sich nicht wieder zur Wahl stellte, wurde Jürgen Waßer mit 23 Stimmen zum neuen stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Frauke Wöhler, zweite Stellvertreterin, wurde mit 27 Stimmen wiedergewählt. In seinem Amt bestätigt wurde auch Kreisschatzmeister Hans-Rainer Meisel, der 29 Stimmen erhielt. Meisel machte in seinem Bericht auf das mit 61,7 Jahren hohe Durchschnittsalter der Kreisverbands-Mitglieder hin und forderte: „Wir müssen am Nachwuchs arbeiten.“

Die Delmenhorster CDU-Landtagsabgeordnete Annette Schwarz nutzte das Wahl-Procedere für einen kurzen Bericht aus dem Landtag. Sorgen mache sie sich wegen des Vorhabens von Rot-Grün, die Hürden für Bürgerbegehren und -entscheide tiefer zu legen. In Delmenhorst könnte dann als Allererstes die Krankenhaus-Standortfrage zum Gegenstand eines Bürgerbegehrens werden, warnte sie. „Wir sehen eine Entmachtung kommunaler Parlamente, wenn es so kommen wird.“

Wolfgang Bednarz Delmenhorst / Redaktion Delmenhorst
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