Delmenhorst Vorsichtig nimmt die siebenjährige Laura ein circa zwei Zentimeter langes Stück rot gefärbten, aufgepufften Mais aus einem großen Pappkarton. Sie tupft ihn auf einen nassen Lappen. So kann die junge Delmenhorsterin ein zweites Stück Playmais daran befestigen. Daraus entsteht nach und nach ein kleines Häuschen.

Laura bastelt am Stand von „Stars 4 Kids“, einem Verein für Kinderhilfsprojekte in Delmenhorst. Das ist eine von knapp 20 Stationen beim diesjährigen Kinderfest in Delmenhorst. Es wird traditionell am Sonnabend nach dem Weltkindertag (in diesem Jahr der 20. September) rund um das und im Jute-Center gefeiert. Dort konnten sich Mädchen und Jungen bei dem von Unicef organisierten Spektakel, so richtig austoben oder kreativ sein.

Das mag die siebenjährige Laura am Liebsten. „Ich habe auch heute morgen schon Schachteln gebastelt“, erzählt sie. Auch das Herstellen von kleinen Teelichten in bunten Sand, das die Lebenshilfe anbietet findet die Siebenjährige interessant.

Vor einem Papphaus, das zwei Mädchen in wasserfester Kleidung bemalen bleibt das blonde Mädchen stehen. Das Haus ist passend zum Motto des Weltkindertages: „Kindern ein Zuhause geben“. Ihr Zuhause ist Delmenhorst, denn dort wohnt und spielt sie mit ihrer Familie und geht zur Schule. Laura schaut zu, wie das Haus immer bunter wird. „Malen mag ich nicht so gern“, sagt sie, nimmt die Hand ihrer Mutter und geht weiter. Die drei verlassen das Jute-Center und treten auf den Platz davor.

Dort rocken die „Lil Ones“ vom Tanzsportzentrum Delmenhorst den Platz. Sie spielen Luftgitarre zu lauten Heavy Metal Songs. In silbernen Anzügen und mit Haarantennen auf dem Kopf tanzten die „Crash Kids“ einen Raumschiff-Mix. Auch die „Freaky Feet“ und die Auszüge aus dem Kindermusical der Musikschule Strings, beeindrucken sie.

Tanzen mag Laura auch gern, aber sie traut sich dann doch nicht, bei den Zumba-Kids von Sylvia Menkens vom TuS Hoykenkamp mit zu tanzen. Denn bei denen sehen die vielen Bewegungen ganz einfach aus. Sind sie aber nicht, weiß die Siebenjährige.

Sie geht lieber an den Stand der Grafttherme. Sie nimmt einen Ball in die Hand und trifft gleich. Auch ein zweiter Treffer gelingt ihr. Zur Belohnung gibt es ein kleines Präsent. Sie bedankt sich schüchtern. Bei der Feuerwehr Dosen mit einem Wasserstrahl zu treffen, traut sie sich nicht. Das überlässt sie den Jungs.

„Wir kommen nächstes Jahr bestimmt wieder“, sagt Laura. Ihre Schwester und sie hatten eine Menge Spaß beim Delmenhorster Kinderfest.


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Anna Lisa Oehlmann Volontärin, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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