Delmenhorst Während Uwe Pias als Sprecher der Hertie-Investorengruppe die sofortige Einstellung aller Aktivitäten im Falle einer Jute-Expansion angekündigt hat, hält die Saller-Gruppe (Jute-Center) nach Aussagen ihres Projektentwicklers Andreas Voigt in jedem Fall an ihrem Projekt fest. „Es geht beides, Hertie-Revitalisierung und Jute-Ausbau schließen sich nicht aus, aber es muss jetzt schnell etwas passieren“, erklärte er auf Nachfrage. Er sieht das Jute-Konzept als „das einzig tragfähige, welches die Fußgängerzone voranbringt“.

Sowohl die Gruppe um Pias als auch Saller stehen in den Startlöchern. Allerdings hatte der Center-Vertreter, der zuvor Druck gemacht und eine schnelle Entscheidung angemahnt hatte, jetzt selbst um Aufschub gebeten.

Zum dritten Mal wurde der Themenkomplex somit verschoben. Auch am 13. Februar wird im Planungsausschuss keine Entscheidung fallen, sondern voraussichtlich in der Sitzung am 7. März. Der Wunsch nach Vertagung resultiert laut Andreas Voigt aus der Ankündigung Uwe Pias’, wonach um den 18. Februar mit der Vertragsunterzeichnung für den Kauf des Hertie-Gebäudes zu rechnen ist. „Und das wollen wir jetzt erst einmal abwarten!“, so Voigt.

Bedeutungsvoll könnte auch der 5. März werden. Dann soll der erste Termin für die Hertie-Zwangsversteigerung stattfinden.

Nicht unbedingt zufrieden mit der Absetzung des Themenkomplexes um die Änderung der Bebauungsplanes, der Voraussetzung für die Jute-Expansion ist, zeigt sich der Vorsitzende des Planungsausschusses, Heinrich-Karl Albers (CDU). „Die Vertagung ist eine Entscheidung der Verwaltung, nicht der Politik“, so Albers. Er hoffe auf eine schnelle Vertragsunterzeichnung der Investorengruppe: „Das ist dann ein Gewinn für die Innenstadt“.

So sieht es auch eine Reihe von Delmenhorster Innenstadt-Geschäftsleuten und Immobilienbesitzern. Sie sprechen der Jute ab, zur Innenstadt zu gehören. Zudem gibt es ihrer Meinung nach dort schon jetzt ausreichend Fläche für den genehmigten Einzelhandel. Mehr sei nicht erforderlich.

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