Delmenhorst Zwei Damen schleppen einen verwirrten Polizisten durch die Tür. Der zwischen den Armen der Frauen zusammengesackte Mann sagt konfuse und zusammenhangslose Dinge. „Die Glocken!“ Der Mann ist natürlich kein richtiger Polizist, sondern der Schauspieler Andreas Giehoff, und auch die zwei Damen, die den falschen Beamten tragen, sind Schauspielerinnen – Elke Seevers und Doris Ostermann. Die drei sowie noch drei weitere Schauspieler, Birgit Röben, Torsten Wieting und Heiko Petershagen, sind nämlich mitten in den letzten Proben für die dritte Inszenierung des Niederdeutschen Theaters Delmenhorst. „Auf der Zielgraden“, wie Regisseur Dirk Wieting sagt.

38 Proben sind es insgesamt, und schon sehr bald geht es für das Ensemble zum Üben ins Kleine Haus. „To’n verleven, disse Fischer“ heißt das Stück von Horst Willems, von Magnus von Rolander ins Niederdeutsche übertragen.

Das Stück erzählt die Geschichte vom Chaos rund um Bürgermeister Albert Seefeld. Der möchte nämlich in seinem Landhaus ein ruhiges Wochenende mit seiner Geliebten Silke verbringen. Blöd nur, wenn seine Frau auf einmal dort auftaucht. Und was möchte der Polizist Reimer Bartz in seinem Landhaus?

Und als ob das geplante Wochenende nicht schon ruiniert genug wäre, kommt auch noch ein Obdachloser namens Kay Fischer dazu, der sich auf das Versprechen des Bürgermeisters beruft, er werde sich persönlich dafür einsetzen, für jeden Bürger Wohnraum zu organisieren und sich persönlich darum kümmern, wenn dieser in Not gerät. Ein heilloses Chaos bricht aus.

Dirk Wieting sieht der Premiere des Stücks am Sonnabend, 21. März, gelassen entgegen. „Die Proben laufen gut.“ Und schließlich seien alle vertretenen Akteure „etablierte Schauspieler“, die schon seit vielen Jahren auf der Bühne stehen. Elf Vorstellungen sind geplant, darunter wieder eine Sondervorstellung. Die werde immer besonders gut angenommen. Sie findet am Sonntag, 19. April, um 15.30 Uhr statt.

Und Dirk Wieting merkt auch, wie viel Spaß die Schauspieler bei den Proben haben. „Es ist ein humorvolles Stück. Wir wollen, dass sich die gute Laune auf das Publikum überträgt.“

Verena Sieling Wildeshausen / Redaktion Wildeshausen
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