DELMENHORST Rund 150 Werke französischer und deutscher Künstler werden präsentiert. Auch die City wird mit einbezogen.

Von Mechthild Voigt

Die Städtische Galerie bringt im Herbst einen Hauch des Glanzes der Weltstadt Paris an die Delme. Mit der am 28. Oktober beginnenden Ausstellung „Paris leuchtet“ lebt die künstlerische Schaffens-Epoche vor dem Ersten Weltkrieg wieder auf. Gezeigt werden rund 150 Werke von französischen und deutschen Künstlern wie Emile Bernard, Pierre Bonnard, Paul Cézanne, Henri Matisse, Pablo Picasso, Rudolf Levy, Hans Purrmann und Fritz Stuckenberg. Alles Maler, die ihren eigenen Weg in die Moderne suchten. ImVordergrund stand bei ihnen nicht die Leuchtkraft der Farbe, wie Galerieleiterin Barbara Barbara Alms betonte, sondern das Verlangen nach einer neuen Linie.

Als Begleitprogramm hat eine Runde engagierter Bürger unter Alms Vorsitz vom 1. bis 4. November „Französische Tage“ geplant, an denen die Farben Rot, Weiß und Blau des Stadtbild beherrschen sollen.

Eine besondere Ehrung wird dem Delmenhorster Maler Fritz Stuckenberg zuteil, der vor genau 100 Jahren, im Herbst 1907, für fünf Jahre nach Paris gegangen war. Dort, so Alms habe er zunächst einen wahren „Kulturschock“ verarbeiten müssen.

Am 21. September erzählen und lesen Barbara Alms und Schauspieler Markus Weise aus den Briefen Stuckenbergs, in denen er ganz persönliche Eindrücke über Paris, die Arbeit, die Liebe, Kollegen, Ausstellungen und die Kunst schildert. Eine große Rolle spielt dabei der damalige Künstler-Treff, das Café du Dome.

Komplettiert wird die Ausstellung durch ein umfangreiches Rahmenprogramm. Dazu gehören Vorstellungen der Bremer Shakespeare Company, eine spezielle Veranstaltung für Kinder und Jugendliche sowie eine Foto-Ausstellung von Johann Peter Eickhorst.

Im Januar heißt es „Fritz Stuckenberg bittet zu Tisch“. Donata Holz und Bärbel Schönbohm kredenzen Kunst und französische Speisen.

Mit Klarinettenmusik auf dem Weg in die Moderne ist ein Konzert am 7. Februar überschrieben, mit dem „Paris leuchtet“ beendet wird. Musiker aus Bremen und Göttingen spielen Lieder der damaligen Zeit. Es gibt nur 50 Sitzplätze. Bei großem Interesse soll es einen zweiten Termin geben, kündigte Barbara Alms bereits an.

Alms ist ein wenig stolz darauf, dass die Galerie unter ihrer Leitung so viel Vertrauen bei in- und ausländischen Partnern genießt, dass die Bilder von deutschen und französischen Museen, aber auch aus Privatbesitz, als Leihgaben zur Verfügung gestellt werden.

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