Delmenhorst Zurzeit sei es zwar relativ ruhig in Delmenhorst, was rechtsextremistische Aktivitäten angeht, aber „wir haben das Ohr auf der Schiene“, sagt Hartmut Nordbruch. Das Breite Bündnis gegen Rechts, das Nordbruch als Sprecher vertritt, will in den kommenden Jahren vermehrt Schulprojekte organisieren, Konzerte und Lesungen veranstalten, um das Bewusstsein für Rassismus und Antisemitismus zu schärfen. Weil das alles viel Geld kostet, freut sich Nordbruch über die Zusage von Fördergeldern, die die Stadt aus dem Bundesprogramm „Demokratie leben! – Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit“ in den kommenden fünf Jahren vom Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend erhalten kann. Als eine von rund 30 Kommunen bundesweit hat sich die Stadt Delmenhorst – wie berichtet – erfolgreich für die Aufnahme in das Programm beworben und kann bis 2020 bei Nachweis entsprechender Projekte Fördergelder in Höhe von bis zu 55 000 Euro jährlich erhalten.

„Es war uns ein Herzensanliegen, uns an dem Programm zu beteiligen“, sagte Rudolf Mattern, Fachbereichsleiter für Jugend, Familie, Senioren und Soziales, am Montag während eines Gesprächs im Rathaus. Sein Fachbereich und die Stadt würden das Programm „massiv unterstützen“.

Bei den geförderten Einzelmaßnahmen kann es sich beispielsweise um ein Demokratiefest, eine Plakataktion oder aber auch um Lehr- und Informationsmaterialien handeln. Über die zu verwirklichenden Einzelmaßnahmen entscheidet ein Begleitausschuss, der mehrheitlich mit lokalen Handlungsträgern aus der Zivilgesellschaft sowie mit Vertretern der Verwaltung besetzt sein wird. Zur fachlich- inhaltlichen Koordinierung der Einzelmaßnahmen wird beim Diakonischen Werk eine Halbtagsstelle eingerichtet, besetzt mit dem Sozialwissenschaftler Sebastian Rann.

Das Kinder- und Jugendparlament wird aus dem Fördertopf ein eigenes Budget erhalten. Parlamentsmitglied Maurice Wenzel freute sich über die darin zum Ausdruck kommende „enorme Wertschätzung für uns“.


  www.demokratie-leben.de 
Wolfgang Bednarz Delmenhorst / Redaktion Delmenhorst
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