OLDENBURG Soll staatliche Unterstützung für Kinder und Jugendliche in Form von Gutscheinen ausgegeben werden? „Das ist eine Zwangsmaßnahme“, finden Lara Speer (18) und Felix Blome (15). „Das ist keine Bevormundung. Geld, was von vornherein für Bildung gedacht ist, wird stärker an Bildung gebunden“, erwidern Sarah Müller (17) und Nicolas Kleinschmidt (17).

Am Dienstag standen sich die vier Oberstufenschüler in der Finalrunde bei „Jugend debattiert“ im Regionalverbundwettbewerb Oldenburg/Delmenhorst gegenüber. Am Ende überzeugte Lara vom Max-Planck-Gymnasium Delmenhorst. Zweiter wurde Felix von der Liebfrauenschule (LFS). Seine Mitschüler Sarah und Nicolas argumentierten sich auf Platz drei und vier.

Der Frage, ob behinderte Kinder mit nichtbehinderten Kindern unterrichtet werden sollen, ging die Finalrunde im Wettbewerb für die Sekundarstufe I nach. Dort gewann Liebfrauen-Schüler Jakob Tewes (16). Zweite wurde Cindy Heinecke (16) von der IGS Delmenhorst.

Gesprächsfähigkeit, Überzeugungskraft, Ausdrucksvermögen und Sachkenntnis waren die vier Punkte, die die Jury genau unter die Lupe nahm. „Es geht darum, die Streitfrage von allen Seiten aus zu beleuchten“, sagt Andrea Meier-Gerhard, Koordinatorin von „Jugend debattiert“ an der Liebfrauenschule. Neben der LFS und den beiden Delmenhorster Schulen gehört nun auch die IGS Helene-Lange-Schule zum Verbund. Sie nahm zum ersten Mal am Wettbewerb teil. 32 Debattierer wurden in jeweils zwei Vorrunden von 32 Juroren bewertet – nicht nur von Lehrern. Auch Mitschüler saßen in der Jury.

In der Liebfrauenschule gehört das Debattieren mittlerweile fest in den Lehrplan. „Wir haben das in der neunten Klasse in den Politikunterricht integriert“, sagt Meier-Gerhard.

Für die Erst- und Zweitplatzierten geht es nun am 17. März zum Landeswettbewerb in Gifhorn.

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