Delmenhorst Das Thema Flüchtlinge dominierte am Dienstag ein Kennenlern-Gespräch von Manfred Kurmann, seit 2014 Präsident der Oldenburgischen Handwerkskammer, und Heiko Henke, Kammer-Hauptgeschäftsführer, mit Vertretern der hiesigen Kreishandwerkerschaft sowie des Handwerks. Es schloss sich ein Info-Besuch in der Bäckerei Krützkamp an. Das Inhaber-Ehepaar Volker Kubainsky und Antje Krützkamp-Kubainsky führte die Gäste durch ihren Betrieb und erklärten ihnen die logistischen Abläufe in dem Unternehmen mit elf Verkaufsstellen und fünf Cafés in Delmenhorst und dem Umland, das 90 Menschen auf sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen beschäftigt und noch einmal ebenso viele Aushilfen in Minijobs.

„Bei motivierten und qualifizierten Flüchtlingen werden wir Angebote machen“, versicherten Kreishandwerksmeisterin Britta Jochims und Kreishandwerkerschafts-Geschäftsführer Hartmut Günnemann im Gespräch mit den Handwerkskammer-Repräsentanten. Voraussetzung seien ausreichende Deutschkenntnisse und der Nachweis einer schulischen Ausbildung.

Präsident Kurmann begrüßte das von der Landesregierung aufgelegte Soforthilfeprogramm zur Eingliederung junger Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt, das für Ausbildungsbetriebe einen Anreiz darstellt, es doch einmal mit Flüchtlingen zu probieren. Bis zu 70 Prozent der Kosten der Ausbildung könnten aus dem Programm finanziert werden, die Mittel würden ausreichen, um im Kammerbezirk 75 Flüchtlinge in eine Ausbildung zu bringen. Kammer-Geschäftsführer Henke warnte jedoch vor übertriebenen Erwartungen: „Das Handwerk wird das Problem nicht alleine lösen können.“

Krützkamp-Geschäftsführer Volker Kubainsky versicherte, dass er es auf einen Versuch ankommen lassen wird: „Ich freu’ mich drauf. Die Syrer stehen dem ganzen Land positiv gegenüber.“

Wolfgang Bednarz Delmenhorst / Redaktion Delmenhorst
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