DELMENHORST Die Produktion von Linoleum erfordert viel Energie. Die Mehrausgaben können nicht auf die Preise abgewälzt werden.

Von Wolfgang Loest DELMENHORST - Die erheblichen Steigerungen der Energiekosten der letzten Monate machen vielen Produktionsunternehmen zu schaffen. Armstrong-DLW ist besonders stark betroffen: Etwa 20 Prozent der Herstellungskosten von Linoleum entstehen durch den Energiebedarf.

Höhere Preise seien am Markt aber nicht durchsetzbar, erklärte Werkleiter Andreas Blank gestern einer kleinen SPD-Besuchergruppe, der neben dem Ortsvereinsvorsitzenden Joachim Nixdorf und dem Oberbürgermeister-Kandidaten Patrick de La Lanne auch der UB-Vorsitzende Holger Ortel (MdB) angehörte. Die gestiegenen Kosten müssten innerbetrieblich aufgefangen werden. Das bereite angesichts der Dimensionen erhebliche Probleme, erklärte Blank.

Das Unternehmen, das seit über 100 Jahren in Delmenhorst ansässig ist, sei in der Region zwar bekannt, doch was tatsächlich auf dem Areal an der Ludwig-Kaufmann-Straße produziert wird, sei selbst vielen Delmenhorstern nicht bekannt, berichtete Blank aus einer Umfrage. Deshalb werde sich Armstrong DLW auf der nächsten Stadtmesse präsentieren.

Auch die Vertretung der gut 400 Beschäftigten werde sich beteiligen, kündigte der Betriebsratsvorsitzende Peter Frost an. Er nutzte zugleich die Gelegenheit zum Appell an die Politik: Wenn öffentliche Gebäude mit neuen Bodenbelägen bestückt werden, solle man die Produktion direkt vor Ort nicht vergessen.

Patrick de La Lanne lobte die Kombination aus Hochtechnologie und Öko-Produktion, die Armstrong-DLW verwirklicht habe. Außerdem seien die hohen Umweltstandards, die sich das Werk gesetzt habe, „beeindruckend“. Auch der Arbeitsschutz genieße höchste Priorität.

Der Bundestagsabgeordnete Holger Ortel hob besonders die hohe Ausbildungsquote hervor, die über dem eigenen Bedarf liege. Gleichwohl bekommen alle Absolventen mindestens einen Einjahresvertrag. „Daran können sich andere Firmen ein Beispiel nehmen“, so Ortel.

Dies gilt auch für das Zusammenspiel zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern. „Wo es zwischen Betriebsrat und Geschäftsleitung funktioniert, klappt der Laden“, formulierte Ortel. Auch in dieser Hinsicht sei Armstrong-DLW ein Vorzeigebetrieb.

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