Delmenhorst Mit einem genuin plattdeutschen Stück wartet das Niederdeutsche Theater Delmenhorst (NTD) zum Ende der Spielzeit 2016/17 auf: Der Schwank „Bett un Fröhstück“, geschrieben in den 90er Jahren von dem schleswig-holsteinischen Autor Konrad Hansen, wird die 89. Spielzeit der Bühne beschließen. In dem Dreiakter, einem der erfolgreichsten Stücke Hansens, geht es um einen selbst ernannten Tugendwächter, der es selbst mit der Sittsamkeit nicht so genau nimmt. Hinnerk Untiedt (Heiko Petershagen), ehemaliger Bauer und seit Neuestem Inhaber einer Pension, hat zwei hübsche Töchter, auf die es ein väterliches Auge zu halten gilt. Doch dann wird der Tugendwächter selbst zum Casanova... Premiere des Stücks, das übrigens auch schon auf dem Spielplan des Hamburger Ohnsorg-Theaters stand, ist am Samstag, 18. März, um 20 Uhr im Kleinen Haus. Bis zum 22. April folgen zehn weitere Vorstellungen.

„Das Stück wollten wir schon immer spielen, aber es hat nie geklappt. Ich mag es, weil es sehr unterhaltsam ist“, sagt der zweite NTD-Vorsitzende Dirk Wieting. Ensemblemitglied Dagmar Albers, Darstellerin der Kitty Levermann, feiert mit der Premiere des Stücks ihr 40-jähriges Theaterjubiläum. Erstmals im Erwachsenen-Ensemble spielen zudem die beiden bisherigen Jugendgruppen-Mitglieder Pia Korona in der Rolle der Untiedt-Tochter Rieke und Jana Oetjen als Tochter Dörte mit. Nach langer NTD-Bühnenabstinenz ist auch Markus Weise wieder dabei – als Vertreter Klaus Harder.

Für „Bett un Fröhstück“ hat das NTD mit René Schack wieder einen Gastregisseur unter Vertrag genommen. Der 51-Jährige aus Oldenburg hat sich vorgenommen, das Stück behutsam in die Moderne zu führen. „Es wird so manchen Schmunzler hervorrufen. Ich habe eine plattdeutsche Sitcom versucht“, sagt er. Für das Bühnenbild zeichnet Timo Brünjes verantwortlich.

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Schack ist als gebürtiger Hamburger, der in Geesthacht aufwuchs, seit jeher mit dem hamburgischen Platt vertraut. In das hiesige Platt „fummle ich mich so langsam rein“, sagt er. Der Delmenhorster Bühne spricht der Berufsregisseur ein großes Lob aus: „Ich habe nicht so viel Professionalität erwartet.“

Geprobt wird seit dem 2. Januar dreimal wöchentlich. Bis zur Premiere dürften es rund 30 Termine werden.

Wolfgang Bednarz Delmenhorst / Redaktion Delmenhorst
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