Delmenhorst Die Erweiterung des kostenfreien W-Lan-Netzes in der Innenstadt prüft jetzt die Stadt Delmenhorst. Den Antrag dazu gestellt hat Harald Schneewind für die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen. Beraten wird darüber diesen Dienstag, 17. April, um 17 Uhr der Wirtschaftsausschuss im großen Sitzungssaal des Rathauses.

Der Auftrag besteht darin, ein Konzept zu erstellen, wie in Delmenhorst ein flächendeckendes W-Lan für die Bürger und Gäste der Stadt geschaffen werden kann, heißt es in einer Mitteilung der Stadt Delmenhorst. Das Konzept soll neben den finanziellen Kosten und rechtlichen Fragen zudem klären, an welchen Stellen in der Stadt freies W-Lan zur Verfügung gestellt werden soll.

Mögliche Hot Spots

Die Stadt bietet seit 2014 einen sogenannten Hot Spot an der Markthalle im Stadtzentrum an. Hot Spots bieten sowohl in öffentlichen als auch in privaten Räumen wie Restaurants, Hotels und Bibliotheken einen kostenfreien und drahtlosen Internetzugang. An drei Stellen könnten ausgehend von der Markthalle weitere Hot Spots dazukommen: auf dem Marktplatz und im Bereich des Modegeschäfts C&A, bei der Landessparkasse zu Oldenburg und im Bereich Bahnhofstraße sowie der Kreuzung Lange Straße/Bahnhofstraße und bis hin zum Bürgerbüro CCD und im Bereich Deutsche Bank und Deutsche Wirtschaftsförderungsgesellschaft.

Mit dieser Lösung wäre folglich ein Großteil der Fußgängerzone und dem Marktplatz mit einem kostenfreien Internetzugang abgedeckt.

Grundsätzlich wird die Idee von der Stadtverwaltung positiv aufgefasst. „Es wird ein zuverlässiger Empfang sichergestellt und obendrein fallen keine Kosten für den Nutzer an“, heißt es in dem Schreiben. Fraglich sei allerdings, ob ein öffentliches und kostenloses Angebot flächendeckend sinnvoll ist. Zum einen sei der Empfang in der Innenstadt sehr gut. Zum anderen wird angeführt, dass fast alle Mobilfunkverträge über ein ausreichendes Inklusivdatenvolumen, also Flatrates für den Zugang zum Internet, verfügten. Darüber hinaus bestünden bei vielen Menschen Sicherheitsbedenken.

Die Verbreitung müsste über sogenannte Repeater erfolgen, die das Ausgangssignal aufnehmen und Reichweite schaffen. Voraussetzung für die Umsetzung ist ein enges Zusammenspiel mit der lokalen Wirtschaft, um beispielsweise das Anbringen der Geräte zu ermöglichen oder die Stromversorgung sicherzustellen. Die Deutsche Wirtschaftsförderungsgesellschaft erklärte sich bereit, zu vermitteln und Gespräche mit Anliegern zu führen.

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3000 Euro jährlich

Die technische Umsetzung sei noch nicht abschließend geklärt, heißt es. Sofern die Verwaltung mit einem Umsetzungskonzept beauftragt wird, stünden konkrete Planungen an. Geschätzt werden die zusätzlichen jährlichen Kosten auf etwa 3000 Euro.

Nina Janssen Volontärin, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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