Delmenhorst An der Hermann-Allmers-Grundschule an der Berliner Straße sind die Schülerinnen- und Schülertoiletten in einem beklagenswerten Zustand. Türen könnten nicht abgeschlossen werden, beißender Urinalgeruch steige einem in die Nase. Dieses bestürzende Bild zeichnete Ratsfrau Andrea Lotsios (Grüne) am Donnerstagabend im Rat. Ähnliche Verhältnisse herrschten in der Hasberger Schule, sagte Uwe Dähne (UAD). Kinder würden ihr Bedürfnis lieber unterdrücken als die Toiletten aufzusuchen, das sei beschämend, sagte Dähne.

„Wir werden im nächsten Jahr nicht viel machen können“, so Lotsios, die eigentlich die Einstellung von Haushaltsmitteln für die Sanierung noch im kommenden Jahr beantragen wollte. Grund seien Verzögerungen bei der Verteilung von Geldern aus dem Kommunalinvestitionsförderungsgesetz II zur Verbesserung der Schulinfrastruktur in finanzschwachen Kommunen. Schlimmstenfalls werde man mit der Sanierung bis 2019 warten müssen. „Unvorstellbar“ und „extrem traurig“ nannten auch Marianne Huismann (Grüne) und Kristof Ogonovski (CDU) die derzeitigen Zustände. Bettina Oestermann (SPD) fragte an, ob man nicht übergangsweise mit Toilettencontainern für Abhilfe sorgen könnte.

„Das Bild, das Sie gezeichnet haben, entspricht nicht der Realität. Die Toiletten sind alt, aber hygienisch einwandfrei“, wies Andreas Tensfeldt vom Fachdienst Immobilienservice der Verwaltung die Vorwürfe zurück. Ratsvorsitzende Antje Beilemann schlug schließlich vor, die Verwaltung mit der Erstellung einer Prioritätenliste zu beauftragen. Dies wurde dann auch so beschlossen.

Wolfgang Bednarz Delmenhorst / Redaktion Delmenhorst
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