Delmenhorst Die Vorweihnachtszeit bei der Delmenhorster Tafel ist geprägt von den Vorbereitungen für die Feiertage, Nachwuchssorgen, aber auch Freude über einen neuen Sprinter. Die Regale der Einrichtung sind derzeit voll – wie immer zu Weihnachten, sagt Walburga Bähre, die erste Vorsitzende der Tafel. Vor allem an Süßigkeiten fehlt es nicht. Grundnahrungsmittel wie Mehl, Zucker oder Reis werden jedoch immer gebraucht. Auch Pflegemittel wie Duschgel, Zahnpasta oder Hautcreme seien Mangelware, sagt Bähre.

In der Weihnachtswoche öffnet die Tafel am Montag, 23. Dezember, und am Freitag, 27. Dezember, für die Kunden. „Wir nehmen jetzt ja auch gut Ware ein“, erklärt Bähre. „Dann wollen wir die Lebensmittel auch ausgeben.“ Und auch an Heiligabend sind Ehrenamtliche der Tafel unterwegs, um Lebensmittel von den Supermärkten abzuholen. Insgesamt holt die Delmenhorster Einrichtung Ware von 30 Geschäften.

Das wäre jedoch ohne Ehrenamtliche nicht möglich: 60 Helfer sorgen bei der Tafel dafür, dass die Lebensmittel abgeholt, sortiert, gekühlt und an die Kunden gegeben werden. Insgesamt zählt die Tafel in Delmenhorst sowie an den Außenstellen in Hude und Ganderkesee rund 4300 Kunden – darunter 800 Kinder.

Doch Walburga Bähre macht sich Sorgen, weil weiterhin Helfer fehlen. Neue Mitarbeiter seien schwer zu halten. Zudem sei ein großer Teil der Kräfte über 70 Jahre alt. Einige von ihnen können somit nicht mehr gut heben oder nur wenige Schichten übernehmen. Bähre appelliert an Interessenten, sich per Mail unter delmenhorster.tafel@ewetel.net zu melden.

Die Tafel hat in der Vorweihnachtszeit allerdings auch Grund zur Freude: Am Mittwochmorgen wurden der Einrichtung die Schlüssel zum neuen Tiefkühlsprinter überreicht. Insgesamt hat die Tafel zwei Fahrzeuge für die zahlreichen Touren im Einsatz. Eines von ihnen hat nun ausgedient. „Ich bin froh, dass wir den neuen Sprinter haben“, sagt Dr. Michael Adam, stellvertretender Vorsitzender der Tafel. Der neue Wagen ist mit einer Kühlung von bis zu minus 18 Grad ausgestattet und soll so die Transporte von Lebensmitteln von den Supermärkten zur Tafel erleichtern.

Zur Übergabe des symbolischen Schlüssels versammelten sich Vertreter der Gemeinden Hude und Ganderkesee, der Stadt Delmenhorst und der Tafel beim Autohaus Mock. Die Tafel hat die Hälfte der Kosten des Sprinters gezahlt. Die Gemeinden Ganderkesee und Hude und die Stadt Delmenhorst haben das Fahrzeug mitfinanziert. 10 000 Euro kamen zudem von der Lidl-Pfandspende.

Anna-Lena Sachs Redakteurin / Online-Redaktion
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