Delmenhorst Sie kam als Flüchtling nach dem Zweiten Weltkrieg nach Delmenhorst und war als einfache Arbeiterin auf der Nordwolle tätig: Ruth Müller steht für eine Generation von Frauen, die als Fabrikarbeiterinnen die schlechter bezahlten und weniger angenehmen Tätigkeiten verrichteten. Sie war in den 60er Jahren im Betriebsrat aktiv. Als Rentnerin engagierte sie sich im Fabrikmuseum, leitete Führungen über die Nordwolle und brachte ihre Kenntnisse über die Textilindustrie ein. 2008 verstarb sie im Alter von 85 Jahren.

Jetzt soll Ruth Müller eine besondere Ehrung zuteil werden. Im Industriemuseum soll das Thema Frauenarbeit anhand ihrer Person beispielhaft aufgearbeitet, ein Ausstellungskonzept und ein Begleitprogramm konzipiert werden. Den Anstoß dazu gab die Delmenhorster Gleichstellungsbeauftragte Petra Borrmann. Unterstützt wird das Vorhaben u.a. vom DGB.

Bis jetzt haben sich 36 niedersächsische Kommunen an der vom Landesfrauenrat getragenen Initiative „frauenORTE“ beteiligt. Mit ihr soll die jeweilige Stadt- und Regionalgeschichte aus dem Blick historischer Frauenpersönlichkeiten betrachtet werden. Delmenhorst hat sich für 2018 beworben und neben zwei weiteren Kommunen den Zuschlag bekommen.

Wie Borrmann im Ausschuss für Bildung und Kultur berichtete, hat die EWE-Stiftung für die Umsetzung bereits 20 000 Euro bewilligt. Bei der Oldenburgischen Landschaft seien weitere 8000 Euro beantragt worden.

Wolfgang Bednarz Delmenhorst / Redaktion Delmenhorst
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