Delmenhorst Integrationsarbeit ist wichtig – besonders wichtig ist sie jedoch dort, wo sich viele Flüchtlinge niederlassen, so wie in Delmenhorst. In Niedersachsen gehört die Stadt zu den Orten, an denen überdurchschnittlich viele Flüchtlinge leben.

Besonders wichtig sei dabei die Arbeit der ehrenamtlichen Helfer. „Ohne die Arbeit von gemeinnützigen Organisationen und deren Ehrenamtlichen wären wir nicht in der Lage, die Integration in Delmenhorst so gut zu gestalten“, sagte Lutz Gottwald von der Koordinierungsstelle Migration und Teilhabe der Stadt Delmenhorst. Um auch künftig eine gute Integration gewährleisten zu können, appellierte er am Dienstag während einer Pressekonferenz im Jugendhaus Horizont an alle Bürger, sich ehrenamtlich zu engagieren.

Hier kann man in Delmenhorst ehrenamtlich aktiv werden:

Das Büro der Integrationslotsen ist in der Kaufparkpassage (Raum Leselust), Lange Straße 4-6. Muhanad Paulus ist Ansprechpartner unter Telefon 04222/ 400 853.

Beim Diakonischen Werk ist Wiebke Machel für die Koordinierung der Ehrenamtlichen Mitarbeiter zuständig. Erreichbar ist sie im Nachbarschaftsbüro Düsternort, Elbinger Straße 8, unter Telefon  04221/98 16 315.

Ansprechpartner bei der Delmenhorster Bürgerstiftung ist Jürgen Schulz. Die Stiftung hat ihren Sitz an der Königsberger Straße 65 und ist unter Telefon 04221/ 685 16 81 erreichbar.

Bim Deutschen Roten Kreuz beantwortet Kristin Martini Fragen zum Ehrenamt. Der Delmenhorster Kreisverband hat seinen Sitz an der Shulstraße 17 und ist erreichbar unter Telefon 04221-9842-98.

    www.integrationslotsenteam.de

    www.dw-ol.de

    www.delmenhorster-buergerstiftung.de

    www.drk-delmenhorst.de

„Wir haben ein breites Angebot für ehrenamtliche Tätigkeiten in Delmenhorst. Da ist für jeden etwas dabei“, versicherte Gottwald, der auch Vertreter von vier Organisationen eingeladen hatte, die ihre Arbeit rund um Flüchtlinge in Delmenhorst vorstellten.

 Diakonische Werk

„Das Diakonische Werk engagiert sich in Düsternort und im Wollepark“, berichtet Ehrenamtskoordinatorin Wiebke Machel. Insgesamt seien rund 200 Ehrenamtliche in 27 Projekten für die Diakonie tätig.

Beispiele hierfür sind die beiden Nachbarschaftsbüros, in denen Beratungen und Freizeitangebote veranstaltet werden aber auch die Kleiderkiste in der Schulstraße 14. „Viele unserer Angebote laufen auch in Zusammenarbeit mit der Arbeiterwohlfahrt und dem Caritasverband“, erklärte Kreisgeschäftsführer Franz-Josef Franke.

 Bürgerstiftung

Die Bürgerstiftung hat ein vielfältiges Angebot sozialer Projekte auf die Beine gestellt, von denen rund 75 Prozent unter dem Thema Wissen und Bildung laufen. Das sind beispielsweise Nachhilfe- und Freizeitangebote an Schulen, Arbeitsgemeinschaften oder auch Hilfestellungen bei der Berufswahl. Die Angebote der Bürgerstiftung richten sich nicht nur an Flüchtlinge.

 Deutsche Rote Kreuz

Auch das Deutsche Rote Kreuz (DRK) betreibt eine Kleiderkammer. „Wir freuen uns, bei Kleider Kö, an der Königsberger Straße 65, hochwertige Kleidung zu kleinen Preisen anbieten zu können“ berichtet Kristin Martini, stellvertretende Kreisgeschäftsführerin des DRK. Ein weiterer Anlaufpunkt für Flüchtlinge sei das Café Kö, in dem freitags (9 bis 11 Uhr) das internationale Frauenkulturcafé veranstaltet wird.

 Intergrationslotsen

Das Team der Integrationslotsen in Delmenhorst organisiert mit 60 bis 80 Ehrenamtlichen verstärkt Sprachkurse für Migranten. Ein Beispiel ist der Kurs „Step by Step – Wir zeigen euch Delmenhorst“, in dem Flüchtlingen die Stadt gezeigt wird. Erläuterungen zum Rathaus oder der Polizei gibt es in der Sprache, die die Flüchtlinge verstehen.

„Es gibt viele Möglichkeiten sich zu engagieren“, sagte Franz-Josef Franke von der Diakonie. Und das klappe um so besser, wenn man Spaß dabei habe. Deshalb sei es wichtig, sich zu informieren, an welcher Stelle man gebraucht werde und sich dann für das passende Angebot zu entscheiden. Besonderen Bedarf gebe es aktuell im Bereich der Kinderbetreuung, die parallel zu Sprachkursen angeboten werden müsse, um auch Müttern die Teilnahme zu ermöglichen.

Wolfgang Alexander Meyer Redakteur / Redaktion Oldenburg
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