Delmenhorst Es waren nur Etappen auf dem Weg zur endgültigen Entscheidung: Nachdem der Delmenhorster Bildungsausschuss in der vergangenen Woche die Prüfung der sogenannten Variante 1a zur Schulentwicklung durch die Verwaltung empfohlen hat, unterstützt nun auch der Verwaltungsausschuss dieses Vorhaben. Entscheiden muss nun der Rat.

Die Variante, von der CDU-Fraktion gemeinsam mit FDP und UAD eingebracht, sieht vor, die Oberschule Süd am Brendelweg zusammenzulegen. Dadurch stünde das Schulgebäude an der Königsberger Straße zur Verfügung, das vom Willms-Gymnasium als Außenstelle genutzt werden könnte. Zentraler Punkt der Variante 1a ist, dass die bestehende Realschule in zwei eigenständige Realschulen umgewandelt werden soll. Zudem stünden Räumlichkeiten am Pestalozziweg zur freien Verfügung.

Der eigentliche Vorschlag der Verwaltung, Haupt- und Realschule zu schließen und dafür eine dritte Oberschule einzuführen, ist somit zunächst einmal vom Tisch. Im Vorfeld hatten sich zahlreiche Schüler, Eltern und Lehrer gegen diesen Vorschlag positioniert.

Im Rat wird nun entschieden, ob die vorgeschlagene Variante 1a wirklich weiterverfolgt wird. Während die Zustimmung aus den Reihen der CDU, FDP, UAD und AfD als wahrscheinlich scheint, zeigte sich die Gruppe SPD & Partner erstaunt über die bisherigen Vorgänge. „Es wurden nur punktuelle Entscheidungen getroffen“, teilte man in einer Pressemitteilung mit. Darin wird der fehlende Weitblick kritisiert. „Eine Schulentwicklungsplanung muss nachhaltig und bestmöglich auf zukünftige Bedarfe ausgerichtet sein.“ Die Fraktion fordere deshalb, sich mehr Zeit für die Entscheidung zu lassen. Ein entsprechender Antrag wurde im Fachausschuss abgelehnt, vom Verwaltungsausschuss an den Rat weiterempfohlen.

Fest steht: Zum Schuljahr 2019/20 wird niedersachsenweit das neunjährige Gymnasium wieder eingeführt. Die Schülerzahl steigt, spätestens 2020 entsteht in Delmenhorst ein Platzproblem. Egal wie am Mittwoch (17 Uhr, Markthalle) die Entscheidung im Rat ausfällt – die Schulentwicklung wird wohl auch in den kommenden Wochen und Monaten Thema in der Stadt Delmenhorst bleiben.

Sönke Spille Volontär, 2. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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