Delmenhorst  Der Jugendhilfeausschuss hat sich in seiner jüngsten Sitzung mit der Frage beschäftigt, ob es in der Stadt genügend Treffpunkte im öffentlichen Raum für Jugendliche gibt. Denn das Kinderzimmer ist für Teenager oft nicht der beste Ort, um sich mit Freunden auszutauschen. Der Drang nach Freiheit endet oft an Orten, den Jugendliche ohne die Obhut von Erwachsenen nutzen können. „Da es immer wieder zu Beschwerden über zweckentfremdete Flächen kommt, stehen wohl nicht genügend Angebote für Jugendliche zur Verfügung“, schreiben die SPD- und Grünen-Fraktionen in einem Antrag. Ihre Forderung: Die Verwaltung soll zeigen, wo es in den Stadtteilen Außenanlagen für Jugendliche gibt und wo Bedarf besteht.

Jugendliche des Kinder- und Jugendparlaments (KJP) sollten zunächst mit Streetworkern Treffpunkte aufsuchen, um Bedarfe zu bestimmen, die über das bestehende Angebot hinausgehen, heißt es im Beschlussvorschlag des Fachdienstes Jugendarbeit: „Jugendliche eignen sich im öffentlichen Raum selbstständig Flächen an, dieses Verhalten beziehungsweise die Zweckentfremdung von Außenanlagen wird oft für Erwachsene als störend empfunden und führt leider zu Beschwerden.“ Die folgende Vertreibung junger Menschen hinterlasse oft das Gefühl, dass das Bedürfnis nach Freiheit nicht akzeptiert werde.

Über die Parteigrenzen hinweg lobten die Ausschussmitglieder den konstruktiven Umgang mit diesem Problem. „In Hasbergen bestehen Probleme mit Vandalismus. Dies ist eine sehr positive Art und Weise, damit umzugehen“, lobte etwa Harald Schneewind (Grüne). Frauke Wöhler (CDU) schlug dann vor, dem Vorschlag der Verwaltung zu folgen und die Einschätzung von Jugendlichen aus dem KJP und Streetworkern einzuholen. Dem folgte der Ausschuss letztlich mehrheitlich.

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