Delmenhorst Welche Gefahren gehen von der Identitären Bewegung für Deutschland und unsere Demokratie aus? Was sind ihre Ziele? Und: Was können wir gegen diese Gefahr von Rechts tun? Um diese Fragen dreht sich eine Diskussionsrunde, die am heutigen Donnerstag ab 18.30 Uhr im Nordwestdeutschen Museum für Industriekultur, Am Turbinenhaus 10-12 in Delmenhorst, ausgerichtet wird. Unter der Überschrift „Die Identitäre Bewegung – Eine unterschätze Gefahr von rechts?!“ diskutieren Deniz Kurku (SPD, Landtagsabgeordneter für Delmenhorst), Andreas Speit (Autor des Buches „Das Netzwerk der Identitären: Ideologie und Aktionen der Neuen Rechten“), Martina Bruns (Geschäftsführerin IG Metall Oldenburg/Wilhelmshaven) und Cosima Schmitt (Journalistin und ZEIT-Autorin), die die Veranstaltung moderieren wird. Organisiert worden war die Runde vom Landesbüro Niedersachsen der Friedrich-Ebert-Stiftung.

Die Identitäre Bewegung Deutschland (IBD) ist eine europaweite Jugendbewegung, die sich selbst als die „legitime Stimme der patriotischen Jugend“ bezeichnet. Ihren Ursprung hat die Identitäre Bewegung in Frankreich. Dabei vertritt die IBD fremden- und insbesondere islamfeindliche Positionen. Seit 2016 wird die IBD durch das Bundesamt für Verfassungsschutz beobachtet. Nach Schätzungen hat die IBD etwa 700 Mitglieder, in Niedersachsen sind es womöglich um die 50.

„Trotzdem schaffen es diese die wenigen Menschen durch spektakuläre Aktionen große Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen“, nennt Urban Überschär ein Beispiel für den Erfolg des Spektrums. Er ist der Leiter des Landesbüros der Friedrich-Ebert-Stiftung und wünscht sich, dass solche Diskussionsveranstaltungen vor allem Aufklärung leisten. „Die Mitglieder sind extrem gut vernetzt. Oft werden Aktionen gefilmt, soziale Netzwerke spielen dabei eine riesige Rolle“, so Überschär. „Dadurch generieren sie enorme Reichweite.“

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Problematisch sei, dass die Anhänger häufig nicht mehr als solche erkennbar seien. „Sie wirken jung und beinahe hipstermäßig“, beschreibt Überschär. Springerstiefel, Glatze und braune Hemden seien längst nicht mehr die Strategie. Das weiß auch Deniz Kurku. „Menschenfeindlichkeit hat ganz neue Erscheinungsformen angenommen. Klassische rechte Muster gibt es in dem althergebrachten Sinne nicht mehr unbedingt.“ Ihm ginge es bei der Diskussionsrunde vor allem um das Austauschen von Meinungen.

Imke Harms Reporterin / Redaktion Wildeshausen
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