Delmenhorst /Oldenburg /Karlsruhe Rechtskräftig geworden ist das Urteil des Oldenburger Landgerichtes gegen einen 46 Jahre alten Mann aus Delmenhorst, der am 9. Oktober 2017 auf einem Firmengelände in Delmenhorst eine 38-jährige Frau vergewaltigt hatte. Der Bundesgerichtshof hat die Revision des Angeklagten gegen das Urteil als unbegründet verworfen. Das bestätigte am Donnerstag Richterin Dr. Melanie Bitter, Pressesprecherin des Landgerichtes. Die 1. Große Strafkammer des Landgerichtes unter Vorsitz von Richter Horst Kießler hatte den Angeklagten im Oktober 2018 zu zweieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt.

Der 46-Jährige hatte die Not der Frau ausgenutzt. Am Tattag war die 38-Jährige auf der Suche nach einer Adresse gewesen. Der Angeklagte bot seine Hilfe an. Er händigte der Frau auch sein Handy aus, damit sie sich noch einmal nach der richtigen Anschrift erkundigen konnte.

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Als klar war, wohin sie musste, setzte die Frau ihren Weg fort. Der Angeklagte folgte ihr. In der Höhe eines Firmengeländes griff er dann zu, brachte die Frau zu Fall und vergewaltigte sie. Eindeutige DNA-Spuren hatten später die Täterschaft des Angeklagten belegt. Zu leugnen gab es nichts mehr. Der 46-Jährige trat dann auch die Flucht nach vorne an. Er legte ein umfassendes Geständnis ab. Damit ersparte er der Frau auch eine Vernehmung vor Gericht, was sich erheblich strafmindernd auswirkte.

So fiel das Urteil vergleichsweise moderat aus. Trotzdem war dem Angeklagten die verhängte Strafe zu hoch gewesen. Deswegen hatte er Revision gegen das Urteil eingelegt. Ziel war es, zu einer Bewährungsstrafe verurteilt zu werden. Das war für das Landgericht gar nicht infrage gekommen. Für so eine schwere Tat könne es keine Bewährung mehr geben, so Richter Kießler in der früheren Urteilsbegründung. Der Bundesgerichtshof sah das jetzt genauso. Deswegen wurde die Revision des Angeklagten auch verworfen.

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