Delmenhorst /Landkreis Vertreter aus Politik, Verwaltung und Kirche haben sich am Freitag in der Delmenhorster Stadtkirche zum Neujahrsempfang des Diakonischen Werkes Delmenhorst/Oldenburg-Land zusammengefunden.

Eines vorweg: Highlight des Empfangs war wohl die musikalische Darbietung des Quartetts „Saba“, das persische, arabische sowie kurdische Stücke spielte und das Publikum begeisterte. Das wusste auch Carsten Harings, Landrat des Landkreises Oldenburg zu schätzen, und bedankte sich für die „mitreißende Musik“. Er sprach von turbulenten Wochen des noch jungen Jahres, von schwierigen politischen Lagen und von einem Flüchtlingszustrom, der gemeinsam bewältigt wurde. „Integration ist ein langer Prozess. Um jeden einzelnen vom Schicksal geprägten Menschen müssen wir uns kümmern.“

In ihrer Begrüßungsrede sprachen Vorstandsvorsitzender Wolfgang Pape und der Kreisdiakoniepfarrer sowie stellvertretender Vorstandsvorsitzender Dietrich Jaedicke über viele Neuerungen: „Die Diakonie ist als eigenständiger Verein neu aufgestellt und hat sich auch räumlich stark verändert.“ So hat sie neue Büros an der Langen Straße bezogen, neue Nachbarschaftsbüros sind entstanden und das Quartier der Streetworker ist ab sofort an der Lutherstraße beheimatet. Auch personell hat sich das eine oder andere getan. Die wohl größte Veränderung: Geschäftsführer Franz-Josef Franke wechselt nach Oldenburg und für ihn tritt Saskia Kampe die Geschäftsführung an. „Ohne das Engagement der Mitarbeiter wäre dieser umfangreiche Umzug zwischen den Jahren nicht möglich gewesen“, sagte Jaedicke. Bürgermeister Hermann Thölstedt bedankte sich bei der Diakonie, die sich stets eingesetzt habe: „Gerade für die Bewohner des Wolleparks 11 und 12 oder bei der Flüchtlingsaufnahme habt Ihr euch bewiesen. Diese Menschlichkeit gilt es zu schützen.“

In seinem Vortrag über Sozialraumorientierung als Erfolgsstrategie sprach Prof. Dr. Frank Dieckbreder von der Fachhochschule der Diakonie darüber, dass Realität ein Beziehungsgeflecht sei und man sich am Willen der Menschen orientieren sollte. Damit gab er allen Anwesenden einen Denkanstoß für das neue Jahr.

200 Ehrenamtliche und knapp 60 Mitarbeiter setzten sich für das menschliche Miteinander und vor allem für die soziale Hilfe ein und seien damit die Definition des diakonischen Handelns. So kommentierte Kreispfarrer Bertram Althausen die Jahreslosung 2018, die lautet: „Gott spricht: Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst“, Offenbarung 21,6.

Chelsy Haß Redakteurin / Redaktion Oldenburg
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