Delmenhorst Gute Nachrichten aus dem Josef-Hospital Delmenhorst (JHD): Die Intensivstation ist seit Montag wieder im Normalbetrieb. Nach einer zweifachen Grundreinigung und umfassenden Desinfektion seien keine relevanten Keime mehr nachweisbar, verkündete das JHD nun. Patientinnen und Patienten könnten wieder aufgenommen werden.

Auf der Intensivstation des JHD waren vor rund drei Wochen zwei Patienten mit VRE, einem antibiotikaresistenten Krankenhauskeim, infiziert. Danach wurde der Keim bei weiteren Patienten festgestellt. Die Station wurde daraufhin geräumt. Derzeit liege noch ein mit VRE besiedelter Patient auf der Intensivstation, teilte das JHD mit. Dieser werde in einem Einzelzimmer mit Vorschleuse von einer Pflegekraft versorgt, die ausschließlich für seine Betreuung zuständig sei. In Absprache mit dem Gesundheitsamt habe das Krankenhaus beschlossen, die Station wieder zu öffnen.

„Die Situation war für uns alle eine Herausforderung“, sagte Dr. Bernd Miele, Chefarzt der Klinik für Interdisziplinäre Intensivmedizin. „Zwar führte die kurzfristige Einrichtung von zwei Betten für beatmungspflichtige Patienten auf einer Intermediate Care Station dazu, dass wir im Notfall auch größere Operationen im Haus durchführen konnten. Aber ein solcher Aufnahmestopp hat natürlich Einfluss auf alle Stationen, besonders die Chirurgie und die Notfallambulanz“, so Miele.

Die Ausbruchssituation habe das Krankenhaus in einem guten Zeitrahmen in den Griff bekommen, sagte Dr. Klaus Gutberlet, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin und Leiter des Hygieneteams. Gemeinsam mit den beiden Hygienefachangestellten arbeite er fortlaufend daran, optimale hygienische Bedingungen sicherzustellen und Probleme frühzeitig in den Griff zu bekommen. Ein Ausbruch sei eine Ausnahmesituation, aber auch ein guter Gradmesser dafür, wie gut man für solche Situationen gerüstet sei. „Ich bin sehr zufrieden mit dem Ablauf, was uns auch das Gesundheitsamt bestätigt hat“, sagte Gutberlet.

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Ähnlich sieht das auch der Ärztliche Direktor Dr. Frank Starp: „In einer solchen Situation geht es einzig darum, die Gesundheit unserer Patienten nicht zu gefährden und alle Maßnahmen, die die Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention des Robert Koch-Instituts (KRINKO) empfiehlt, schnell umzusetzen. Das Hygieneteam und die Kolleginnen und Kollegen auf der Intensivstation haben hervorragende Arbeit geleistet.“

JHD-Geschäftsführer Florian Friedel erklärte zudem, dass ein Aufnahmestopp auf der Intensivstation auch finanzielle Auswirkungen habe. Diese ließen sich jedoch nicht beziffern. Friedel: „Die Patientensicherheit steht an erster Stelle. Finanzielle Erwägungen dürfen in so einer Situation niemals eine Rolle spielen.“ Glück im Unglück sei es gewesen, dass der Aufnahmestopp in die Zeit des Jahreswechsels fiel, in der das JHD generell schwächer belegt sei. „Ich möchte allen Beteiligten herzlich danken“, sagte Friedel. Ein solcher Einsatz – gerade über die Feiertage – sei eine besondere Belastung für alle Mitarbeiter und deren Familien und keine Selbstverständlichkeit.

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Nathalie Meng Redakteurin / Online-Redaktion
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