Delmenhorst Viele Besucher, wenig Polizeieinsatz und tolle Höhepunkt – das lautet das Zwischenfazit zum Delmenhorster Herbstmarkt auf den Graftwiesen am Montag in einem Pressegespräch mit zehn Vertretern aus der Delmenhorster Politik, von der Polizei und den Schaustellern des Herbstmarktes im Rathaus. Der Herbstmarkt ist noch bis Mittwoch, 12. September, geöffnet.

„Ich war wieder beeindruckt. Es macht immer wieder Spaß, dabei zu sein“, sagte Oberbürgermeister Axel Jahnz zur gelungenen Eröffnungsfeier am Samstag. Dabei lobte er die Arbeit der Schausteller: „Das ist Unternehmertum auf engstem Raum mit den unterschiedlichsten Richtungen.“ Ein Dank galt seinerseits nicht nur der Stadtverwaltung für die Organisation des Volksfestes, sondern insbesondere Bärbel Pultar, Fachdienstleiterin Marktverwaltung, die nach 21 Jahren nun den letzten Herbstmarkt auf die Beine gestellt hat.

„Das Wetter hat mitgespielt, Besucher waren in Massen da – bisher sind wir sehr zufrieden“, sagte Schausteller Albert Coldewey. Sehr gut angenommen wurde unter anderem der Programmpunkt „Historische Zeitreise“, der erstmals auf dem Herbstmarkt angeboten wird. Viele Besucher bewundern die verschiedenen alten Schaustellerwagen, eine Münzorgel und Bilder, die den Wandel des Kirmesgewerbes der vergangenen Jahrzehnte präsentieren. „Das hat einen Erlebniswert“ fand auch der Oberbürgermeister. Viele positive Rückmeldungen habe es außerdem zum Kinderfeuerwerk am Samstag gegeben, ergänzte Schausteller Ralf Böker.

Von vier Straftaten während der ersten zwei Tage berichtete Jörn Stilke von der Polizeiinspektion Delmenhorst/Oldenburg-Land/Wesermarsch. An einem Fahrgeschäft seien Rucksäcke, an einem anderen eine Bauchtasche gestohlen worden. „Man sollte schon dafür Sorge tragen, dass jemand auf die Sachen aufpasst, während man ein Fahrgeschäft besucht“, riet Stilke. Dazu gab es zwei Körperverletzungen. „Es ist aber niemand gravierend verletzt worden“, betonte der Inspektionsleiter und fasste zusammen: „Bisher ist sehr wenig auf dem Herbstmarkt passiert.“

Rund 115 Schausteller bieten auf den Graftwiesen ihre Fahrgeschäfte, Spielbuden und Leckereien an. „Man kommt von Meter zu Meter in eine neue Welt“, schwärmte Jahnz. Aber die Stadtverwaltung musste auch einige kurzfristige Absagen hinnehmen: „Wer seinen Blick über das Gelände schweifen lässt, wird feststellen, dass es doch die ein oder andere Lücke gibt“, sagte Horst Janocha, Fachbereichsleiter Bürgerangelegenheiten. Teilweise sei es schwierig gewesen, schnell Ersatz zu finden.

Sehr problematisch seien in diesem Jahr zu viele Radfahrergruppen, „Massen an Rädern, die über das Gelände fahren“, sagte Marktmeisterin Taina Grzybowski – besonders am Morgen und zum Mittag. Nicht nur, dass das Radfahren auf dem Platz sowieso verboten wäre, „die fahren so schnell, dass es teilweise lebensbedrohlich wird“, berichtete sie. In zwei Fällen sei es fast zu einem Unfall mit großen Zugmaschinen gekommen. „Wir werden diese Sicherheitsfragen klären“, versprach der Oberbürgermeister.

Bis auf die Radfahrermassen kann es aber so weitergehen auf dem Herbstmarkt. Zwei Tage bleiben noch. Die Schausteller öffnen diesen Dienstag und Mittwoch, 11. und 12. September, von 13.30 bis 23 Uhr. Am Dienstag gibt es unter dem Motto „Familientag“ günstige Angebote für Eltern und ihre Kinder. Als Höhepunkt schließt der Herbstmarkt am letzten Markttag am Mittwochabend mit einem Feuerwerk ab, das ab etwa 22 Uhr auf der Burginsel entzündet wird.

Nina Janssen
Volontärin, 2. Ausbildungsjahr
NWZ-Redaktion

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