Delmenhorst Wenn es darum geht, Heimatforschung und Geschichtsarbeit voranzubringen, ist man in Delmenhorst bei Friedrich Hübner in guten Händen. Der frühere Schul- und Kulturdezernent ist heute Vorsitzender von drei Vereinen, die ihre Arbeit im Kulturbereich ansiedeln.

„Man muss sich rühren“

Das sind der Deutsch-Russische Sozial- und Kulturkreis, der Förderkreis Industriemuseum und der Heimatverein Delmenhorst. Die Corona-Pandemie geht natürlich auch zulasten der Vereinsaktivitäten, „man muss sich schon rühren, damit die Mitglieder bemerken, dass es uns noch gibt“, sagt Hübner.

Und Hübner engagiert sich auch für die Künstler, die den Kulturbetrieb tragen. „Denen fehlt einerseits das Publikum und andererseits fehlen auch die Gagen.“ Hübner gelang es, für die von ihm geleiteten Vereine für Heimatgeschichte und das Industriemuseum Anträge auf Zuschüsse für öffentliche Veranstaltungen einzuwerben. Er hatte vom Landes-Programm gehört, wonach die Oldenburger Landschaft Projekte fördert, von denen Soloselbstständige profitieren können. Nun erhielt er die Zuwendungszusagen.

Der Förderkreis des Industriemuseums plant, zusammen mit der in Delmenhorst bekannten Opernsängerin Stefanie Golisch zu einer Konzertreihe einzuladen. Golisch ist seit einigen Jahren Chorleiterin des größten und ältesten Chores in Delmenhorst, des Gesangvereins Teutonia von 1863. Sie thematisiert bei ihren Auftritten das geplante Frauenort-Projekt, die neuere Stadt- und Industriegeschichte und setzt sich gegen die Diskriminierung von Minderheiten ein. Hübner sieht diese Reihe auch eng mit dem Stadtrechtsjubiläum verbunden.

Geld für Skulptur

„Als Veranstaltungsorte haben wir geeignete Räume in der Stadt in Aussicht genommen“, berichtet Hübner. Weil mit der Konzertreihe auch Geld für eine Skulptur zum Frauenort gesammelt wird, soll das Publikum keinen Eintritt zahlen, es wird aber um Spenden geworben.

Im Namen des Heimatvereins hat Hübner noch einen weiteren Förderantrag bei der Oldenburgischen Landschaft eingereicht und ebenfalls einen Zuschuss in Höhe von 2000 Euro in der Tasche. Es geht dabei um einen unterhaltsamen Gang durch die Geschichte der Burg, des Schlosses und der Stadt Delmenhorst. Der Delmenhorster Johannes Mitternacht soll Szenen aus der sogenannten Stedinger-Chronik vortragen, um Personen und Ereignisse in der Grafschaft Oldenburg-Delmenhorst zu präsentieren.

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