Delmenhorst Das geplante Gewerbegebiet in Kombination mit einem Naherholungsgebiet am Pulternsee ist beschlossene Sache. Oberbürgermeister Axel Jahnz hat am Mittwoch im Rathaus Delmenhorst mitgeteilt, dass der Verwaltungsausschuss ein Aufstellungsbeschluss für den „Bebauungsplan Nr. 350 ,Am Pulternsee’ für eine Fläche nördlich der Syker Straße und westlich der B 75“ gefasst hat.

Der Bebauungsplan umfasst eine etwa 4,3 Hektar große Fläche, die unmittelbar am Pulternsee angrenzt und auch das Areal der ehemaligen Gaststätte einschließt. Im südlichen Bereich sollen öffentlich nutzbare Grünflächen zur Naherholung sowie ein gastronomisches Angebot entstehen, im nördlichen Bereich ein Gewerbegebiet (NWZ berichtete). Es handelte sich dabei um einen Antrag der SPD- und CDU-Fraktionen.

Bebauung ein „Skandal“

Der Naturschutzbund (Nabu) Delmenhorst hatte zu Beginn der Planungen Bedenken gehabt und richtete sich damit an die Stadtverwaltung. Es sei ein „massiver Eingriff in ihr letztes ökologisches Refugium“, hieß es damals. Weil der Delmenhorster Rat im November beschlossen hatte, ein Landschaftsschutzgebiet für die Heidkruger Bäke und die östlich anschließenden Flächen auszuweisen, gab es weiter Gegenwind von den Grünen und dem Nabu. Das Bauvorhaben sei ein „Skandal“ und „Widerspruch kommunalpolitischen Handelns“, sagen die Kritiker.

Um den See herum befinden sich erhaltenswerte Gehölz- und Baumbestände. Das städtebauliche Konzept sieht vor, diese zu schützen. So auch die Wallhecken, die nördlich entlang der Annenriede und westlich des Sees liegen. Eine „Vollkreuzung“ an der B-75-Anschlussstelle „Stickgras“ war im Gespräch, wird laut Beschlussvorlage jedoch ausgeschlossen. Wesentliches Ziel ist laut Beschlussvorlage, „die Erhaltung der bestehenden Wasserflächen, die Entwicklung der umgebenden Freiflächen zur Naherholung sowie die Schaffung der planungsrechtlichen Voraussetzungen für eine gastronomische Nutzung“.

Der Fachausschuss für Planen, Bauen und Verkehr beginnt nun mit dem Bebauungsplanverfahren.

Altes Feuerwehrhaus

Ein weiteres Thema im Verwaltungsausschuss war die weitere Nutzung des alten Feuerwehrhauses in Hasbergen. Hier hat der Ausschuss eine Zwischennutzung durch den Delmenhorster Rettungsdienst bewilligt. Damit sollen laut Jahnz Platzprobleme in der jetzigen Rettungswache behoben werden. „Das ist eine praktikable und gute Lösung“, sagte Jahnz. Aber auch eine vorläufige. An einer finalen Lösung zur Nutzung des alten Feuerwehrhauses werde weiter gearbeitet. „Wir haben vor, an dem Standort ein Hofcafé zu errichten“, so der Oberbürgermeister.

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Nina Janssen Volontärin, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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