DAMME DAMME/EB - „Angesichts der ruinösen Schweinepreise, mit denen unsere Schweinehalter konfrontiert sind, wollen wir uns bei der ISN in Damme über den deutschen Schweinemarkt informieren und darüber, wie sich der Verband für seine Mitglieder engagiert.“ Mit diesen Worten fasste Sebastian Filipek-Kazmierczak, stellvertretender Minister für Landwirtschaft und Entwicklung der ländlichen Räume der Republik Polen, seinen Besuch bei der ISN-Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands in Damme am Mittwoch zusammen.

Der Minister war mit acht Experten aus der polnischen Schweinebranche nach Deutschland gekommen, so die ISN, für die ihr Vorsitzender Franz Meyer zu Holte, Vorstandsmitglied Franz Schulze Tenkhoff sowie Geschäftsführer Detlef Breuer und Marktreferent Andreas Beckhove die Besucher begleiteten. Die Fachexkursion nach Deutschland erfolgte im Auftrag von Landwirtschaftsminister Andrzej Lepper, der eine Arbeitsgruppe gegründet hat, die Lösungsansätze für die fatale Situation der polnischen Schweinehalter entwickeln soll. Die Preismisere beruhe vor allem auf den schon lange andauernden Exportproblemen Polens nach Russland und in die Ukraine. Beide Länder hatten Schweinefleischimporte aus Polen gestoppt, weil diese angeblich nicht für den Export nach Russland zugelassen waren. Aktuelle Kontrollen hätten jetzt jedoch gezeigt, dass die polnischen Betriebe alle Auflagen erfüllten.

Polnische und deutsche Schweinehalter wollen sich in Brüssel gemeinsam für die Wahrung der Interessen der Landwirtschaft einsetzen, so die ISN. „Die Landwirtschaft darf bei den in Kürze anstehenden WTO-Verhandlungen nicht anderen wirtschaftlichen Interessen geopfert werden", sagte Filipek-Kazmierczak. In Zukunft wollen die Vertreter der polnischen Regierung, die polnischen Schweinehalter sowie die Vertreter der polnischen Vieh- und Fleischbranche eng mit den deutschen Interessenvertretern zusammenarbeiten.

Breuer und Beckhove stellten den Gästen die ISN und den EU-Schweinepreisvergleich vor. „Unser EU-Preisvergleich weist derzeit für Polen einen Schlachtpreis aus, der 13 Cent pro Kilogramm Schlachtgewicht unter dem unsrigen liegt“, erläuterte Breuer. Angesichts der stark gestiegenen Futterkosten sei jedoch auch bei dem aktuellen Preisniveau in Deutschland keine kostendeckende Schweinemast möglich.

Beckhove stellte weiter den „Deutschen Schweinepreisvergleich“ sowie den daraus resultierenden „Vergleich von Vermarktungswegen von Schlachtschweinen“ der ISN vor. Die polnische Delegation sehr beeindruckt.

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