Friesoythe /Saterland Im Nordkreis des Landkreises Cloppenburg haben viele Beschäftigte der Metall- und Elektroindustrie am Montag für eine Stunde die Arbeit ruhen lassen.

In Ramsloh (Gemeinde Saterland) versammelten sich rund 120 Mitarbeiter der Mittagsschicht mit Trillerpfeifen, Transparenten und Warnwesten vor dem Werkstor des Kabelwerks Waskönig und Walter (rund 550 Mitarbeiter). „Wir können den Arbeitgebern heute zeigen, dass wir mit dem Angebot nicht zufrieden sind“, sagte Wilhelm Kassens, der als Vertrauensmann der IG Metall und nicht als Betriebsratsvorsitzender vor dem Werkstor sprach. „Wir wollen eine vernünftige Entgelterhöhung, von der wir auch etwas merken und die die Inflation nicht gleich wieder wegfrisst.“ Den Azubis müsse zudem „ein vernünftiger Zuschuss für den Weg zur Berufsschule gezahlt werden“, denn gerade auf dem Lande sei der häufig lang.

Kassens und IG-Metall-Gewerkschaftssekretär Andreas Hinz riefen die Streikenden auf, sich am Küstenaktionstag in der kommenden Woche in Rastede teilzunehmen. Kassens: „Wir wollen mehr Cash in de Täsch.“

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In Friesoythe waren am frühen Montagmorgen mehr als 150 Mitarbeiter der Frühschicht von Leoni Special Cables, die um sechs Uhr die Arbeit aufnehmen sollte, in den Ausstand getreten. „Mehr als wir erwartet hätten“, sagte Thomas Tillmann-Bramkamp von der IG Metall Küste. „Die Stimmung war super“, so der Gewerkschafter. Um sieben Uhr sei der Warnstreik aber planmäßig beendet worden. Tillmann-Bramkamp: „Wir wollen das Unternehmen nicht schädigen, den Arbeitgebern aber schon deutlich machen, dass die Mitarbeiter hinter den Forderungen stehen.“

Nach den Signalen, die die IG Metall von der Arbeitgeberseite erhalten hätten, rechnet Tillmann-Bramkamp damit, dass weitere Streiks folgen werden.

In den Tarifverhandlungen für die Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie in Bremen, Hamburg, Nordwestniedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein fordert die IG Metall Küste 5,5 Prozent mehr Geld für zwölf Monate. Die Arbeitgeber bieten nach zwei Nullmonaten eine Erhöhung von 2,3 Prozent bei einer Laufzeit von 13 Monaten an. Das hat die Gewerkschaft abgelehnt.


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Reiner Kramer stv. Redaktionsleitung Cloppenburg/Friesoythe / Redaktion Münsterland
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