ELISABETHFEHN Herbert Kruse ist wütend: „Ständig donnert hier der Schwerlastverkehr an meinem Haus vorbei. Selbst nachts nehmen die Lastwagen und Silagefahrzeuge keine Rücksicht auf die Anlieger.“

Auch bei den meisten seiner Nachbarn von der Oltmann-Strenge-Straße in Elisabethfehn liegen die Nerven blank. „Wir können nachts oft nicht mehr ruhig schlafen, weil die schweren Silagefahrzeuge und Futtermittelwagen wie Geschosse hier über die Straße sausen“, schimpft Anwohnerin Hiltrud Schwolow. Die Begrenzung auf sechs Tonnen auf der Brücke des Elisabethfehnkanals, die sich an die Straße anschließt, würden die „dicken Brummer“ einfach ignorieren. „Wir haben schon die Polizei informiert, aber es passiert nichts. Wir haben vom Verkehr hier die Nase voll “, sagt die Elisabethfehnerin.

Neben dem Schwerlastverkehr kommt als Belastung für die Anwohner noch der starke Verkehr durch Berufspendler hinzu, die die Oltmann-Strenge-Straße als Durchgangsstraße in Richtung Saterland benutzen.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den Corona-Update-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Neben dem Lärm, dem Gestank und der Verkehrsgefährdung ärgert die Anwohner, dass Autos, Laster und Zugmaschinen häufig auch den neuen Geh- und Radweg entlang der Straße für ihre Ausweich- und Überholmanöver missbrauchen und das Pflaster und den Bordstein beschädigen. „Ich habe Angst, dass meinen drei kleinen Kindern hier noch etwas zustößt“, sorgt sich Anwohnerin Heike Coners.

Um ihre Interessen zu bündeln, haben die Anlieger eine Interessengemeinschaft gegründet. Sie fordern von der Gemeinde eine Verkehrsberuhigung in Form einer Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30 Stundenkilometer, eine Tonnenbegrenzung sowie Pflanzkübel entlang des Geh- und Radweges, um die Situation zu entschärfen.

„Ich habe Verständnis für den Ärger der Anwohner, aber der Durchgangsverkehr rollt schon jahrelang über die Straße und nicht erst seit gestern“, sagt Bürgermeister Bernd Schulte. Eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 Stundenkilometer sei mit dem Landkreis Cloppenburg als zuständige Verkehrsbehörde nicht machbar, da die Kreisverwaltung die Oltmann-Strenge-Straße als Verbindungsstraße ausgelegt habe. An die Lohnunternehmen hat Schulte nach eigener Aussage bereits appelliert, dass sie mit ihren Silagefahrzeugen künftig mehr Rücksicht auf die Anwohner der Straße nehmen.

Auch die Verkehrsunfallkommission des Landkreises Cloppenburg hat sich inzwischen mit der Gemeinde Barßel über die Verkehrssituation an der Oltmann-Strenge-Straße beraten. Sie schlägt der Gemeinde statt einer Verkehrsberuhigung eine Verbreiterung der Straße auf sechs Meter vor. Damit sei der Begegnungsverkehr auf der Fahrbahn problemlos möglich, heißt es.

Thomas Neunaber Barßel/Saterland / Redaktion Münsterland
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.