Jubiläum
Vion setzt Transparenz-Offensive fort

Bild: Peter Linkert
Ministerin Barbara Otte-Kinast und Vion-Chef Ronald Lotgerink starteten das Kamera-System zur Überwachung des Lebendtierbereichs.Bild: Peter Linkert
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Westeremstek Rund 200 Gäste hat Ronald Lotgerink, Deutschland-Chef von Vion, am Montagmorgen zu einer Fachtagung „Lebensmittelketten der Zukunft“ auf dem Vion-Glände im Emsteker Ortsteil Westeremstek begrüßt. Anlass war das 25-jährige Bestehen des Standorts, der der größte Schweineschlachtbetrieb der Vion in Deutschland ist. Pro Woche können 70 000 Schweine geschlachtet werden. Bereits am Sonntag hatte es einen Familientag für Mitarbeiter und Gäste gegeben.

Hauptrednerin am Montag war die niedersächsische Ministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Barbara Otte-Kinast. Sie nahm zum Abschluss ihrer Rede ein Kamerasystem in Betrieb, mit dem Vion zukünftig den gesamten Lebendtierbereich überwacht. Auch in allen anderen Vion-Betrieben in Deutschland werden solche Systeme bis zum Jahresende installiert, hatte zuvor Dr. Anne Hiller, Direktorin Qualität bei Vion in Deutschland, erläutert: „Das ist ein weiterer Schritt unserer Transparenz“, sagte sie. Vom Stall bis zur Entblutung werden alle Arbeitsschritte mit den Tieren aufgezeichnet und die Videodokumentationen nach geltendem Datenschutzrecht gespeichert. Die Tierschutzbeauftragten an den Standorten haben Zugang zu den Live-Aufnahmen, die weiteren Zugriffsrechte seien genau geregelt. Mit den Kamerasystemen setzt Vion seinen Weg der Transparenz fort, der 2016 einen ersten Höhepunkt hatte, als das Unternehmen virtuell seine Türen geöffnet hatte und Einblicke in den Produktionsprozess in allen deutschen und niederländischen Standorten gewährt hatte.

Zuvor hatte Frans Stortelder (Vion Pork) seine Initiative Good Farming vorgestellt, die eine neue Qualität zwischen Landwirten und Fleischunternehmen bedeutet. Uwe Bartels, Vorsitzender des Agrar- und Ernährungsforums Oldenburger Münsterland, warf einen Blick auf die Region unter dem Aspekt umweltschonender Produktion.

Barbara Otte-Kinast hatte in ihrer Rede ein engagiertes Plädoyer für mehr Tierwohl gehalten. Einmal mehr betonte sie, dass die Verbesserungen in Zusammenarbeit mit den Tierhaltern umgesetzt werden müssten. Darüber hinaus müsste alles auch wirtschaftlich darstellbar sein. Zweifel äußerte sie daran, dass die notwendigen kostenträchtigen Veränderungen durch höhere Verbraucherpreise an den Ladentheken zu finanzieren seien. Finanzielle Hilfen des Bundes seien notwendig.

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