Bösel Im Jahre 1924 wurde im Kündelmoor auf dem Grundstück des Landwirts Heinrich Preuth, Bremersand, ein riesiger Findling mit den Maßen 3,30 mal 1,75 mal 1,45 Metern in einer Tiefe von rund fünf Metern gefunden. Zur gleichen Zeit plante der Kriegerverein unter seinem Vorsitzenden Heinrich Oltmann, Westerloh, eine Gedenkstätte für die Gefallenen des 1. Weltkrieges. Der aus grauer Vorzeit stammende Riese sollte hierfür verwendet werden, so wurde von einer eigens eingerichteten Baukommission entschieden, die unter dem Vorsitz des Postagenten Josef Rolfs stand.

An Hauptstraße errichtet

Acht Tage dauerten die Hebungsarbeiten mit Winden und Flaschenzügen. Der Transport des Findlings erfolgte auf einer Lore über Gleise. Die technische Leitung hatte Schachtmeister Gustav Walter aus Eisenroth (Hessen-Nassau). Tatkräftige Hilfe beim Aufbau leisteten Heinrich Brinker und Bernard Rohen aus Bösel-Vidam. Die künstlerische Bearbeitung erfolgte durch Bildhauer Fritz Ewertz aus Münster, der sich bei den beiden Altären, der Pieta und dem Taufstein bei der Erweiterung der Kirche 1923 bewährt hatte. Die Vorderansicht des Findlings zeigt in profiliertem Relief einen betenden Krieger vor dem Altare stehend und im Hintergrund ein Kriegsgrab.

Die Gemeinde zählte ungefähr 1500 Einwohner. 300 Mann waren im Krieg gewesen, von denen 64 gefallen sind. Pfarrer Franz Sommer aus Visbek verfasste den Text der Grundsteinlegungsurkunde. Die Grundsteinlegung erfolgte am 25. März 1925. Das Kriegerdenkmal wurde unmittelbar an der Hauptstraße errichtet und war für Kundgebungen nicht geeignet. 1963 kam der Wunsch auf, das Denkmal zurückzusetzen, damit ein Vorplatz von etwa 25 mal 30 Meter entstehe. Im Rahmen dieser Maßnahme wurden die Kriegsjahre 1939 bis 1945 mit sieben schlichten Steinkreuzen einbezogen. Den Grund und Boden stellte die Kirchengemeinde. Im Laufe der Zeit sind mehrfach kleine Änderungen vorgenommen worden.

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Im Rahmen der Dorferneuerung ist die Straße Am Kirchplatz und der Kirchhofsplatz neu möbliert worden. In diesem Zusammenhang wurde immer wieder ein notwendiger Kreisel im Kreuzungsbereich Friesoyther Straße/Overlaher Straße und der Straße Am Kirchplatz ins Gespräch gebracht. Doch der wurde als nicht realisierbar zurückgestellt mit dem Hinweis, dass der hierfür erforderliche Grund und Boden fehle. Als dann die Rathauserweiterung anstand, hätte man doch vorausschauend planen sollen.

Grundstücke tauschen

Das alte Feuerwehrhaus war abgerissen, man hätte das Kriegerdenkmal auf dem Gemeindegrundstück bauen und beide Flächen parkähnlich gestalten können. Dann hätte man die beiden Grundstücke (Kirchengrundstück und Gemeindegrundstück) nur noch tauschen müssen und hätte Platz für die dringend erforderliche Straßenbaumaßnahme gehabt. Und wohin mit dem Rathaus? – Die Gemeinde ist Grundeigentümer an der Jahnstraße, ein Zukauf wäre sicherlich möglich gewesen.

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