Cloppenburg Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind in Deutschland die häufigste Todesursache, und die Zahl der Demenzerkrankten nimmt ebenfalls zu. Erkrankungen wie Schlaganfall, Demenz und Herzinfarkt sind maßgeblich vom individuellen Lebensstil und den Essgewohnheiten abhängig.

Viele Menschen sind sich ihres persönlichen Risikos nicht bewusst und leben unter Umständen mit einer Erkrankung, die – frühzeitig erkannt – noch gut zu behandeln gewesen wäre. Aus diesem Grund startete das St.-Josefs-Hospital Cloppenburg unter der Leitung von Professor Dr. Joachim Schrader und Privatdozent Dr. Stephan Lüders vor einigen Monaten eine regionale Studie, in der 5000 Südoldenburger untersucht werden sollen. Sie machten deutlich, dass vor allem das Zusammentreffen von mehreren Risikofaktoren wie Bluthochdruck, hohen Cholesterinwerten, Diabetes, Rauchen, Stress und wenig Sport das Risiko einer Herz-Kreislauferkrankung und von Demenz erheblich steigert.

Am Freitag stellten Schrader und Lüders sowie Marion Lammers, die die Datenauswertung übernahm, nach der Auswertung der Untersuchungsergebnisse von circa 3000 Teilnehmern erste Ergebnisse vor. Die Ergebnisse der Studie mit den angestrebten 5000 Teilnehmern sollen Ende Januar 2017 vorliegen.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den Corona-Update-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Das Positive: Mehr als 80 Prozent der Teilnehmer hatten im Vorfeld keine diagnostizierte Herz-Kreislauf-Erkrankung, allerdings wiesen 49 Prozent mehr als zwei Risikofaktoren auf. Nur 16 Prozent hatten keinerlei Risikofaktoren. Besonders kritisch war auch die hohe Zahl (mehr als 60 Prozent) an Teilnehmern mit einem zu hohen Blutdruck. Mit zunehmendem Alter steigt der Prozentsatz der Blutdruck-Erkrankten, aber in erschreckender Weise wiesen bereits 33 Prozent der unter 30-Jährigen einen zu hohen Wert auf. Auch hohe Cholesterinwerte sind – besonders in Kombination mit zu hohem Blutdruck – ein erheblicher Risikofaktor für eine Herzkreislauferkrankung. Auch hier gab es bei einem erheblichen Prozentsatz weiteren Untersuchungsbedarf. Beim Demenz-Screening-Verfahren wiesen 20 Prozent bereits erste Einschränkungen auf. „Die Behandlung des Bluthochdrucks ist das beste Mittel gegen Demenz“, verwies Schrader auf das enge Zusammenspiel der verschiedenen Risikofaktoren.

Positiv überrascht zeigten sich Schrader und Lüders von der guten Ernährung und den sportlichen Aktivitäten der Teilnehmer. Nur 26 Prozent gaben an, keinen Sport zu betreiben. „In der Region wird gut und viel gegessen, aber ausgewogen mit viel Obst und Gemüse. Außerdem sind die Menschen hier in der Region in Bewegung“, so Schrader. Wer noch an der Studie teilnehmen möchte, kann sich an das „Elite-Team“ (Telefon 0 44 71/ 16 29 49) des Krankenhauses wenden.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.