Friesoythe „Ich hätte mir eine bessere Resonanz gewünscht“, sagte Hennes Alberding vom Vorstand der Landjugend Friesoythe, „denn das Thema sollte eigentlich jeden interessieren“. An dem Abend im Franziskus-Haus ging es den Jugendlichen nämlich nicht nur darum, eine Spende an die DKMS Oldenburg und die Hilfsorganisation „Flugkraft“ aus Strücklingen zu überreichen, im Vordergrund standen die Informationen über den Kampf gegen den Blutkrebs und die Möglichkeiten des Umgangs mit der lebensbedrohlichen Krankheit. Nur wenige Zuhörer waren gekommen.

Aus einer familiären Betroffenheit heraus ist der Krankenpfleger des Oldenburger Pius-Hospitals, Heinrich Schrand, in Kontakt mit der DKMS gekommen und kämpft seit 2004 unermüdlich gegen den Blutkrebs. Sein Engagement geht dabei weit über die Betreuung der wöchentlichen Sprechstunden hinaus: In den vergangenen 13 Jahren hielt er unzählige Vorträge in Schulen, Universitäten, Gemeinden und Unternehmen und betreute – gemeinsam mit einem ehrenamtlichen Kollegenteam – in Absprache mit der DKMS zahlreiche Registrierungsaktionen in der Region.

Die DKMS habe die Überlebenschancen für Patienten mit Blutkrebs in den vergangenen Jahren deutlich erhöht, berichtete Schrand. Das Problem: Nur wenige der Blutkrebspatienten findet innerhalb der Familie einen passenden Spender. Deswegen sei es so wichtig, sich registrieren zu lassen. Das Ganze sei nur ein Abstrich von der Wangenschleimhaut, warb der Krankenpfleger. Die Untersuchungsergebnisse sind in einer Datei gespeichert, die anonym für den weltweiten Patientensuchlauf zur Verfügung gestellt werden.

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Im Kampf gegen Blutkrebs zähle aber auch jeder Euro, denn allein die Registrierung eines neuen Spenders kostet die DKMS 40 Euro. Schrand: „Nicht jeder Spender kann die Kosten seiner Registrierung selbst tragen. Als gemeinnützige Organisation sind wir daher auf Geldspenden angewiesen.“ Da kamen die 2000 Euro, die die Landjugend ihm überreichte, gerade recht.

„Flugkraft“ aus Strücklingen hat es sich zur Aufgabe gemacht, kranken Kindern und ihren Eltern während der schweren Zeit therapiebegleitend „unter die Arme zu greifen“, damit sie die düsteren Schatten hinter sich lassen können, sagte Manja Schulz. Derzeit werden von ihnen 63 Familien betreut. Die Gesellschaft arbeitet gemeinnützig kostenlos und ist ebenfalls auf Spenden angewiesen.

Bekannt geworden ist „Flugkraft“ besonders durch ihr Fotoprojekt, das erreichen will, „dass Krebs aus der Tabuthema-Schublade herausgeholt wird“, erläuterte Axel Göbel, persönlich Betroffener und einer von 100 ehrenamtlichen Helfern bei „Flugkraft“. Krebskranke seien keine Opfer, sondern Helden unserer Zeit. Die Landjugend überreichte weitere 1000 Euro.

Die Spenden haben die Jugendlichen beim Ernteball und der Tannenbaum-Aktion gesammelt.

NWZonline.de/gesundheit
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