Thülsfelde /Cloppenburg Der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV) und die Landwirte ziehen eine positive Bilanz ihrer bisherigen Zusammenarbeit: Proben aus dem Herbst haben ergeben, dass die Nitratwerte im Trinkwassergewinnungsgebiet Thülsfelde bei durchschnittlich 44 Milligramm pro Liter liegen. Der Grenzwert ist 50 Milligramm pro Liter. Worauf der OOWV hinweist: Die Proben wurden im oberflächennahen Grundwasser gezogen, das eigentliche Trinkwasser aus Thülsfelde werde aber in tieferen Schichten gefördert und enthalte nur etwa fünf Milligramm Nitrat pro Liter. Die Untersuchung auf Stickstoff habe ergeben, dass diese Werte deutlich zurückgegangen seien.

Untersucht worden sind Flächen von Landwirten, die eine Kooperation mit dem OOWV eingegangen sind, um das Grundwasser zu schützen. Diese Zusammenarbeit, die seit 1993 besteht, sei 2019 in fünf Teilkooperationen neu strukturiert worden: Thülsfelde, Holdorf, Oldenburg, Ammerland sowie Aurich-Friesland-Wittmund. So sollten die regionalen Besonderheiten besser berücksichtigt werden.

Im Trinkwassergewinnungsgebiet Thülsfelde beteiligen sich Landwirte mit 1328 Hektar Acker- und Gründlandfläche. Das ist rund 41 Prozent der Gesamtfläche. Um mehr Stickstoff zu binden, begrünen die Landwirte die Flächen dauerhaft oder betreiben Maisanbau mit verringerter Nährstoffzufuhr, was wiederum honoriert wird, wenn sich ein Erfolg einstellt. Durchschnittlich habe der Hektar Fläche, die so bewirtschaftet wurde, im Herbst knapp 50 Kilogramm mineralisierten Stickstoff enthalten. Eine Verbesserung zum Vorjahr – damit sei das Hitzejahr 2018 wohl ein witterungsbedingter Ausreißer gewesen, teilt der OOWV mit.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den Corona-Update-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

„Diese Ergebnisse machen Mut, den eingeschlagenen Weg der Kooperation weiterzugehen“, sagt Georg Glup, Vorsitzender der regionalen Kooperation. Positiv wirkten sich auch die großen Waldflächen im Wasserschutzgebiet aus, das sind rund 3000 Hektar.

Neu ist die Frühernte von Mais mit anschließender Zwischenfrucht. Auch diese zeige Erfolge. „Ziel ist es, die erfolgreiche Zusammenarbeit fortzuführen und weiter Flächen für die Kooperation zu gewinnen“, sagt Stefan Krauß, Regionalleiter des OOWV für den Landkreis Cloppenburg.

Das neue Angebot „Hacke und Striegel“ wurde von Landwirten und Wasserverband begrüßt. Dabei unterstützt der OOWV, dass Landwirte Unkraut im Wasserschutzgebiet nicht mit Herbiziden, sondern mit Spezialgeräten mechanisch bekämpfen. Interessierte Landwirte mit Ackerflächen im Wasserschutzgebiet, besonders Maisflächen, können sich dazu bei Eckhard Pieper von der Landwirtschaftskammer melden. „Die hier gelebte gute Zusammenarbeite ist die Basis für einen erfolgreichen Grund- und damit Trinkwasserschutz“, sagt Georg Glup, Vorsitzender der regionalen Kooperation.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.