Thüle Der Fasanenbestand ist erfreulicher Weise in den Revieren der Jägerschaft des Landkreises Cloppenburg in der zurückliegenden Jagdsaison 2018/2019 wieder leicht angestiegen. Zur Strecke kamen 3525 Fasane (Vorjahr 2720). Auch bei der Hasenstrecke ist ein Anstieg zur vermelden. Erlegt wurden 3531 Langohren (3369). Das gab Kreisjägermeister Herbert Pitann jetzt bei der Jahreshauptversammlung der Cloppenburger Jägerschaft im Gasthof Sieger in Thüle in seinem Streckenbericht bekannt. „Wenngleich die Fasanen- und Hasenstrecke angestiegen ist, muss dennoch weiterhin eine maßvolle Bejagung dieser Wildart erfolgen. Außerdem bedarf es einer Hege durch Schaffung von Biotopen und Lebensgrundlagen“, ermahnte Pitann die Weidmänner aus den 17 Hegeringen im Landkreis, in dem rund 2600 Grünröcke aktiv sind.

Dagegen rückläufig ist die Kaninchenstrecke mit 1231 (1645) grauen Flitzern. „Diese Wildart ist seuchengeschüttelt“, so der Kreisjägermeister. Insgesamt wurden beim Haarwild 10 817 (10 230) und beim Federwild 25 352 (26 598) Tiere gestreckt. Hier war der Rückgang bei den Wildtauben mit 8984 (11 025) gravierend. Nahezu unaufhaltsam auf ihrem Siegeszug ist die Nutria. Gestreckt wurden 3397 (2770). Hier sei eine uneingeschränkte Aufmerksamkeit im Interesse des Gewässerschutzes und auch für die Landwirtschaft eine restriktive Bejagung unbedingt erforderlich. „Es bleibt allein unsere Aufgabe, dieser Wildart Herr zu werden“, rief Pitann alle Jäger zu konsequenten Bejagung auf. Beim Damwild lagen 204 (220) und beim Rehwild 3333 (3203) Tiere auf der Strecke. Sowohl der Kreisjägermeister als auch Vorsitzender Bernd Kurmann forderten die Jäger auf, dass Rehwald stärke zu bejagen. Kurmann bemängelte zudem die zurückhaltende Bejagung der weiblichen Stücke. „Eine Ricke schmeckt genau so gut wie ein Bock“, meinte der Vorsitzende.

Weiterhin muss das Schwarzwild gerade im Hinblick auf die Afrikanische Schweinepest stärker weidgerecht bejagt werden. „Gott sei Dank ist die Strecke rückläufig“, so der Kreisjägermeister. Gestreckt wurden 215 Stück (229).

In seinem Jahresbericht verwies Vorsitzender Bernd Kurmann aus Bösel unter anderem auf die den Ankauf einer Grundstücksfläche beim Schießstand Bührener Tannen in Cloppenburg, Ausbildung in der Schießstandaufsicht und auf die Rollende Waldschule. Zu Jungjägern wurden 63 Personen ausgebildet.

Der Obmann für Bläsergruppen Reinhard Thyen aus Vrees hob das Kreisbläsertreffen in Löningen als Höhepunkt hervor. Schießobmann Markus Hinxlage aus Garrel verwies auf die Erfolge bei Kreis-, Bezirks-, Landes- und Bundesmeisterschaften. In seinem Grußwort betonte Landrat Johann Wimberg, dass sich Jagd und Naturschutz hervorragend ergänzen und die Vorurteile gegen Jäger unberechtigt seien. „Die Kritiker haben sich nicht ernsthaft mit dem Jagdwesen befasst“, meinte der Landrat. Jäger seien Natur- und Umweltschützer und das nicht nur auf dem Papier. Zum Thema „Tierschutz bei der Rotwildjagd“ referierte Dr. Andreas Kinser von der Deutschen Wildtierstiftung in Hamburg.

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