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Bösel Landesraumordnungsprogramm (LROP), Antibiotikareste und Nitrat im Grundwasser, neue Düngeverordnung, Grünlandumbruch, Filtererlass – eine Menge Themen, die die Landwirte derzeit beschäftigen. Über den aktuellen Stand zu diesen Themen informierte am Mittwochabend Bernhard Suilmann, Geschäftsführer des Kreislandvolkverbandes Cloppenburg, Mitglieder des Ortslandvolkverbandes Bösel/Petersdorf in Bösel. Diese hatten zur Generalversammlung ins Heimathaus eingeladen.

Suilmann nutzte die Gelegenheit, nochmals hart ins Gericht mit dem Umweltbundesamt in Bezug auf die Studie zu Antibiotika-Resten im Grundwasser (NWZ  berichtete mehrfach) zu gehen. Hier waren in einem Brunnen in Bösel hohe Werte gemessen worden. In der Studie zu suggerieren, die Landwirtschaft sei verantwortlich, sei unredlich. Denn der gefundene Wirkstoff Sulfamethoxazol (SMX) komme auch in der Humanmedizin vor. Als sogenannter „Marker“ – dessen Nicht-Vorkommen als Beweis für die Ursache Landwirtschaft herhalten sollte – sei ein Wert herangezogen worden, der laut Suilmann „in größeren Kläranlagen“ aussagekräftig ist, nicht jedoch in Bösel.

Kritisiert wurde auch ein in der Studie abgebildeter Misthaufen. Dieser sei erst nach der Probenentnahme auf das Feld gekommen und zudem kein Mist, sondern Stroh. Herausgestellt habe sich mittlerweile auch, dass das Grundwasser gar nicht aus Richtung „Misthaufen“ fließe.

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Suilmann: „Man kann nicht pauschal behaupten, dass es aus der Landwirtschaft kommt.“ Er erneuerte seine gegenüber der NWZ  gemachte Forderung: Wenn es Fehler in der Studie gegeben habe – und das sei offensichtlich –, müssten diese korrigiert werden.

Einen Sachstand gab Suilmann auch zum umstrittenen Entwurf der Neufassung des LROP. Rund 8000 Stellungnahmen seien beim Ministerium eingegangen – „eine deutliche Sprache“, so Suilmann. Der Druck müsse aufrechterhalten bleiben. Ziel des Landvolkes müsse es sein, dass das Planzeichen Moorentwicklung und Torferhaltung aus dem Entwurf komplett herausgenommen werde, da es immer Einschränkungen für die Landwirtschaft bringe. Zudem müsse die Kulisse erheblich verändert werden. Offenbar, so Suilmann, solle in der neuen Fassung mit einer Landwirtschaftsklausel gearbeitet werden.

Zu Beginn der Sitzung hatte Ortslandvolkvorsitzender Günter Wienöbst auf die vergangenen drei Jahre zurückgeblickt – solange liegt die letzte Mitgliederversammlung zurück. Feldbegänge wurden veranstaltet, eine Fahrt zudem, und an der Demonstration in Gnarrenburg im vergangenen Jahr zum Thema LROP waren Böseler Landwirte ebenfalls beteiligt. Über eine gute Kassenlage berichtete Kassenführer Rainer Schlarmann. Ihm sowie dem Vorstand erteilten die Mitglieder einstimmig Entlastung.

Im Schnelldurchgang wurde der Vorstand bestätigt: Vorsitzender des Ortslandvolkverbandes Bösel/Petersdorf bleibt damit Günter Wienöbst, erster Beisitzer Josef Kurmann jun., zweiter Beisitzer Stefan Tewes. Die Bauerschaft Osterloh vertritt weiterhin Heinrich Brunemund, Glaßdorf Josef Lamping, Bösel-Nord Helmut Werner und Hülsberg Stefan Sandmann. Kassenführer ist weiterhin Rainer Schlarmann.

Reiner Kramer stv. Redaktionsleitung Cloppenburg/Friesoythe / Redaktion Münsterland
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