EMSTEK Vor der Orthopädischen Klinik in Emstek ist am Dienstag unter den Augen des Bonner Künstlers Egbert Verbeek eine Bronze-Statue enthüllt worden. Sie trägt den Titel „Auf-Bruch“.

Die Pläne für ein Kunstwerk vor der Klinik sind ungefähr drei Jahre alt, erläuterte der Kuratoriumsvorsitzende Pfarrer Michael Heyer, der den Künstler und viele Interessierte bei strömendem Regen begrüßte. Im Laufe der Jahre seien die Vorstellungen gereift und schließlich von Verbeek umgesetzt worden.

Das Kunstwerk weise schon mit seinem Titel „Auf-Bruch“ auf eine Verbindung zur Klinik hin, so Verwaltungsdirektor Clemens Schmitz und Dr. Martin Feltes (Katholische Akademie Stapelfeld), der den Gästen das Kunstwerk erläuterte, ehe es zu einem Imbiss ging: „Wir beobachten eine weibliche Figur im Aufbruch, eine Figur, die durch ihre ausschreitende Bewegung die orthopädische Klinik hier in Emstek zu verlassen scheint“, so Feltes. Ihr Standort am Eingang des Krankenhauses sowie die Ausrichtung dieser Figur unterstützten diesen Eindruck. Beim Umschreiten sei auf der Rückseite die geschlossene Form einer Hülle zu erkennen, aus der sich die Figur zu lösen scheine. „Eine Figur im Aufbruch“, so Feltes. Die fließende Bewegung der Mantelhülle entwickele sich an den Seiten zu einer kantigen Formensprache, die das Gefühl des Eingesperrtseins, der Fesselung aber zugleich auch des Schutzes, der Stütze vermittelten. Damit sei ein inhaltlicher Zusammenhang zur Klinik hergestellt. Denn viele Menschen,

die hier behandelt würden, seien an das Bett gefesselt, durch Rollstuhl oder Krücken in ihren Bewegungsmöglichkeiten eingeschränkt. Zugleich bieten diese Hilfsmittel aber auch Stütze und Hilfestellung beim Gesunden: ein Mensch, der auf Hilfestellung angewiesen ist, der sich von seiner Fesselung befreit – ein Mensch im Aufbruch.

Weitere Nachrichten:

Katholische Akademie Stapelfeld

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.