Nordenham /Cloppenburg Zwischen den Stadtmarketing-Organisationen im Nordwesten gibt es viele Unterschiede – im Budget, in der Personalausstattung und in der Organisationsform. Aber es gibt auch Gemeinsamkeiten. Vor allem gibt es ein gemeinsames Ziel: Sie wollen verhindern, dass der Facheinzelhandel in ihren Zentren ausblutet. Sie wollen verhindern, dass inhabergeführte Geschäfte vor dem wachsenden Online-Handel kapitulieren. Und sie wollen sich künftig verstärkt austauschen. Das haben sie am Dienstag bei einem ersten Treffen in Nordenham beschlossen.

Enger zusammenarbeiten

Netzwerk Stadtmarketing Nordwest – so nennt sich der Arbeitskreis, der künftig in regelmäßigen Abständen zusammenkommen will. Ilona Tetzlaff, Geschäftsführerin von Nordenham Marketing& Touristik, hatte zum ersten Treffen eingeladen. Im Büro der City-Managerin wurden zwar noch keine konkreten Beschlüsse gefasst. Die Teilnehmer waren sich aber einig, künftig enger zusammenzuarbeiten, Ideen und Erfahrungen auszutauschen.

An dem Treffen nahmen neben den Gastgebern die Stadtmarketing-Organisationen aus Brake, Varel, Westerstede und Cloppenburg teil. Kurzfristig absagen mussten die Vertreter aus Lohne, Walsrode, Bremervörde und Wildeshausen. „Wir überlegen noch, ob wir Friesoythe und Vechta zu diesem Netzwerk dazu holen“, sagte Ilona Tetzlaff.

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Nach den Worten der Nordenhamer City-Managerin stehen die Mittelzentren nicht in Konkurrenz zueinander. Die Probleme in den Städten seien aber sehr ähnlich. Alle stehen vor der Herausforderung, Antworten zu finden auf den Online-Handel, der den Einzelhändlern zunehmend zu schaffen macht. „Gegen den Online-Handel können wir nichts ausrichten“, sagte Ilona Tetzlaff. „Aber vielleicht können die Einzelhändler ein Stück vom Online-Kuchen abbekommen.“

Unterstützung gewünscht

Wie das funktionieren könnte, wird die Netzwerk-Teilnehmer auch bei ihren nächsten Zusammenkünften beschäftigen. Diskutiert wird derzeit unter anderem über die Einrichtung von Internet-Plattformen, auf der Geschäfte einer Stadt nicht nur ihre Waren, sondern auch einen Lieferservice anbieten. Ilona Tetzlaff wünscht sich, dass es für solche und ähnliche Projekte zur Stärkung der Innenstädte Unterstützung vom Land Niedersachsen gibt.

Beim ersten Treffen machten die Teilnehmer noch weitere Probleme aus. Ines Hansemann (Cloppenburg Marketing) regte Mitarbeiter-Schulungen in den Fachgeschäften an, um Service und Beratung zu verbessern. Ilona Tetzlaff hat die Erfahrung gemacht, dass der Service in vielen Geschäften gut ist. „Aber das wissen die Kunden oftmals gar nicht. Es mangelt nicht selten an der Vermarktung der Serviceleistungen.“

Jens Milde Nordenham / Redaktion Nordenham
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