Ramsloh Etwa 40 Kindergartenplätze zu wenig wird es voraussichtlich 2017 in der Gemeinde Saterland geben. Und Überhänge werden auch bei den Krippen erwartet. So hat sich der Ausschuss für Jugend, Familie und Vorsorge in seiner Sitzung am Donnerstagabend im Rathaus Ramsloh einstimmig dafür ausgesprochen, 1,1 Millionen Euro für Grundstück und Errichtung eines sechsten Kindergartens mit Krippe im Saterland in den Nachtragshaushalt zu stellen.

Das Problem: Auch wenn der Rat dieser großen Investition zustimmen wird, einen Neubau bis zum nächsten Kindergartenjahr zu errichten, dürfte nicht zu schaffen sein. Das räumte auch Erster Gemeinderat Wilhelm Hellmann ein: „Ich habe kein Rezept dafür, wie wir das wuppen. Wir können kein Gebäude bis dahin zum Stehen bringen.“ An einen der fünf bereits bestehenden Kindergärten anzubauen, schloss er aus.

Entstehen könnte das neue Gebäude im Bereich Ramsloh-Hollen, wo es viele neue Wohnbausiedlungen gibt. In Ramsloh, so Hellmann, gebe es auch die meisten Überhänge. Man müsste dann umstrukturieren, sodass auch Kinder aus anderen Ortsteilen des Saterlandes den Kindergarten, der ein kommunaler sein soll, besuchen können. Angedacht sind eine Regelgruppe und Krippe.

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Dr. Henning Hormann (Grüne) regte einen Waldkindergarten an. Elisabeth Schramm (SPD) schlug vor, dass sich der Ausschuss einen solchen ansieht. Dort gebe es ein ganz anderes pädagogisches Konzept, was Eltern ansprechen könnte, stimmte Hormann zu.

Hellmann versprach, dies mit aufzunehmen. Er schlug vor, das Geld erst einmal in den Haushalt einzustellen und dann zu überlegen, was für eine Art Kindergarten es werden soll. Es würde sich abzeichnen, dass es auch in den nächsten Jahren zu wenig Plätze geben wird. Kämmerer Jens Gralheer sagte, dass auf der Haushaltsklausur ermittelt werden solle, wie die Zuschusssituation aussieht.

Dennoch bleibt das Problem, dass ein Kindergarten nicht rechtzeitig fertig werden wird. Hellmann: „Wir müssen uns Gedanken machen, was wir am 1. August machen.“ Zusätzlich fallen in 2017 nach derzeitigem Stand rund 138 00 Euro für weitere Investitionen an. Gemeindejugendpfleger Sulejman Aliev bat darum, 2000 Euro für eine „Dip Buin Duo Calisthenics-Station“, die von den Jugendlichen gewünscht worden sei, ins I-Programm mit aufzunehmen. Diese Trainingsstation für draußen soll bei der Skater-Anlage entstehen.

Der Ausschuss folgte der Bitte einstimmig. Viel Geld soll für das Freizeitbad fließen. Unter anderem für: Klimaanlage für EDV (4200 Euro), Beschallungs-/Lautsprecheranlage (3100 Euro), Wasseraufbereitungsanlage (10 600 Euro) und Pumpenanlagen (10 000 Euro). Die Erneuerung der Umkleideschränke und Schrankschlösser soll schrittweise erfolgen. Eingestellt worden sind für 2017 und 2018 jeweils 28 200 Euro, für 2019 15 000 Euro. Für Unmut sorgte die Wasseraufbereitungsanlage für das Blockheizkraftwerk. Gralheer: „Das ist ärgerlich. Das Blockheizkraftwerk läuft etwa zwei Jahre. So eine Investition wurde uns damals vom Ingenieur nicht in Aussicht gestellt.“

Tanja Mikulski Friesoythe / Redaktion Münsterland
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