Bösel Viel Positives auf den Weg gebracht, wenngleich nicht alle Baustellen abgeschlossen: So fällt die Bilanz des Bürgermeisters Hermann Block für das vergangene Jahr aus. Ein ständiger Aufgabenbegleiter sei die Dorferneuerung in Bösel. 2014 und 2015 habe es keine Mittel gegeben, im kommenden Jahr soll die Neugestaltung des Dorfparks und des Festplatzes auf den Weg gebracht werden. Der Bereich werde spürbar Kapital binden. Um kreative Ansätze aber nicht gleich „im Keim zu ersticken“, sei es sicherlich richtig gewesen, sich zunächst auf einen gemeinsamen Entwurf zu verständigen. Block: „Ich bin davon überzeugt, dass der Rat den Grundgedanken dieses Planentwurfs aufnehmen wird, sich aber auch seiner Finanzverantwortung bewusst sein wird.“

Daten und Fakten

Die Gemeinde Bösel zählt zum 18. Dezember 7806 Einwohner. Im Jahr zuvor waren es noch 7874 gewesen. Mit dem Stichtag 2013 zählte die Gemeinde 7766 Einwohner.

71 Kinder erblickten in der Gemeinde Bösel im vergangenen Jahr das Licht der Welt: 33 Mädchen und 38 Jungen. Das waren neun mehr als im Vorjahr.

52 Sterbefälle wurden registriert. Damit liegt man exakt auf dem Niveau des Vorjahres – allerdings mit Stichtag 18. Dezember. Der Geburtenüberschuss beträgt damit 19 – im Vorjahr lag diese Zahl noch bei zwölf.

Eheschließungen verzeichnete die Gemeinde im ablaufenden Jahr 36. Das sind vier weniger als im Jahr 2014.

Die älteste Bewohnerin ist Gertrud Funke, die am 11. September ihren 95. Geburtstag feierte. Der jüngste Einwohner war – Stand 9. Dezember – Joris Deeken, geboren am 24. November.

57 Einwohner Bösels feierte in diesem Jahr ihren 80. Geburtstag, 24 wurden 85 Jahre alt und acht 90. Fünf Jubilare konnten ihren 95. Geburtstag feiern, einer seinen 96. und einer seinen 98. Geburtstag. 23 Paare feierten Goldene Hochzeit, zwei ihre Diamantene Hochzeit. Eiserne Hochzeiten gab es nicht.

Die bauliche Tätigkeit sei im vergangenen Jahr erfreulich gewesen, so Block: In Krusenkamp sind alle 19 Wohnbaugrundstücke verkauft oder verbindlich reserviert. Mit der Ausweisung eines neuen Baugebietes wurde begonnen. In Bösel-Nord sind noch sieben Grundstücke in der Kategorie 1 frei, in der Kategorie 2 sind noch fünf frei, davon drei reserviert. Bösel-Nord II wird vorbereitet. „Die Erwartungen der Gemeinde und die des Haushaltes wurden weit übertroffen.“ Das mache sich auch in der Gemeindekasse bemerkbar – wie auch die allgemeine gute Wirtschaftslage. So konnten statt der geplanten Gewerbesteuererträge von 2,8 Millionen Euro 3,3 Millionen Euro eingenommen werden. Dennoch sei die Haushaltslage weiterhin schwierig, im kommenden Jahr sei wieder eine Kreditaufnahme notwendig.

22 Bauanzeigen für den Neubau von Ein- oder Zweifamilienhäusern in Bösel wurden im ablaufenden Jahr erstellt (im Vorjahr waren es vier). Baugenehmigungen wurden 106 erteilt, 29 davon für Einfamilienhäuser sowie zehn für An- oder Ausbauten.

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Das Thema Flüchtlinge sei die „größte Herausforderung“ für die Gemeinde. Dank sprach Block den Mitarbeiterinnen Xenia Nording, Petra Sydow und Angelika Tangemann aus, die es große Anstrengungen gekostet habe, die ankommenden Flüchtlinge unterzubringen und zu betreuen. Diese Aufgabe sei bislang gut gemeistert worden – auch dank der großen Hilfsbereitschaft der Bevölkerung. Erfreut zeigt sich Block darüber, dass es keine spürbare Stimmungsmache und Hetze gegen Flüchtlinge gebe.

Block blickte auf weitere Schlaglichter in 2015 wie die Einweihung der Kinderkrippe in der St.-Anna-Kindertagesstätte, die Inbetriebnahme des Windparks Kündelmoor, die Anschaffung eines neuen Tanklöschfahrzeugs bei der Feuerwehr oder das 25-jährige Bestehen der Städtepartnerschaft mit Dippoldiswalde. Herbert Bley und Konrektor Reinhard Lanfer seien in Ruhestand gegangen, Vereine und Firmen feierten Jubiläen. Annegret Strutz wurde zur Standesbeamtin bestellt. Block erinnerte an die Verabschiedung der evangelischen Pfarrerin Meike von Kajdacsy und die Bundesjungschützentage.

Die 380-kV-Hochspannungs-Stromtrasse wie das Landesraumordnungsprogramm könnten sich negativ auf die Gemeindeentwicklung auswirken, so Block weiter. Sie hätten Rat und Verwaltung im vergangenen Jahr beschäftigt und würden es auch 2016 weiter tun. Weiter werde die Flüchtlingssituation eine der Herausforderungen für das kommende Jahr sein. Im Mittelpunkt stehen werde aber sicherlich die Kommunalwahl am 11. September. Den Ratsmitgliedern dankte er für den Einsatz im vergangenen Jahr.

Block nutzte die Gelegenheit, seinen Dank an die vielen Böseler für deren Engagement in der Gemeinde auszusprechen. Auch den Gemeindemitarbeitern sprach er seinen Dank aus.

Reiner Kramer stv. Redaktionsleitung Cloppenburg/Friesoythe / Redaktion Münsterland
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