Ramsloh Es ist noch all zu lange her, da sollte der Küstenkanal zwischen Oldenburg und Ems als Wasserstraße heruntergestuft werden. Mittlerweile sieht man das beim Bund anders und hat den Kanal als wichtige Wasserstraße wieder aufgewertet. Für rund 255 Millionen soll die Wasserverkehrsanbindung ausgebaut werden.

Darin sieht der C-Port nun eine große Chance, dass künftig mehr Firmen nach Industrieflächen fragen. Gefragt seien, so Geschäftsführer Arno Djuren, vor allem Flächen, die direkt am Hafen liegen. Er stand den Mitgliedern des Saterländer Gemeinderats am Mittwochabend im Rathaus Ramsloh Rede und Antwort. Dabei ging es in erster Linie um die Erweiterung der Kaje sowie die Umsetzung als Gesamtmaßnahme.

Mittlerweile seien die meisten Flächen am C-Port bebaut bzw. verkauft. Gerade im Frachtverkehr des Stückgutes habe er sich einen sehr guten Namen gemacht. Die Fracht geht von dort aus in die Welt. Bis Mitte 2021 soll deshalb ein rund 25 Hektar großes Areal im Nordosten des Hafengeländes für Industrieansiedlungen erschlossen werden. Wenn alles gut geht, könnte in diesem Zusammenhang auch die Kaje, also die Anlegestelle für die Flussschiffe, um 250 Meter Richtung Oldenburg verlängert werden. Dafür hat der C-Port rund 6,3 Millionen Euro in seinen Haushalt eingeplant.

Durch die Verlängerung der Kaje entsteht auch ein Wendebecken mit einem Durchmesser von 130 Metern. Dieses sei nötig, damit nach dem Umbau der Schleuse Dörpen auch Großmotorschiffe (GMS) den C-Port anlaufen können. Neben dem C-Port sei dann nur noch der Hafen in Dörpen für GMS erreichbar.

„Wir wollen den Hafen im C-Port aufwerten, damit größere Schiffe anlegen und wenden können. Allerdings müssen wir als Rat auch genau hinschauen, welche Firmen sich ansiedeln und dass wir nicht wieder ein Desaster wie mit der Firma Niba erleben. Da haben wir nicht aufgepasst“, gestand Bernd Benten (CDU) ein. „Heutzutage wollen Firmen schnell bauen und nicht lange auf Grundstücke warten. Daher muss der C-Port Flächen vorhalten“, so Theo Schmidt (CDU). Dem stimmte Bürgermeister Thomas Otto (parteilos) zu. Der Industriepark sei eine Erfolgsgeschichte und wenn er wachsen soll, koste es nun einmal viel Geld.

Nicht so gerne sieht es Elisabeth Schramm (SPD), wenn der C-Port ein Umschlaghafen für Gülle oder Gärreste werden würde. Dabei bezog sie sich insbesondere auf Transporte aus dem Landkreis Vechta. „Wir lösen nicht die Probleme der anderen Landkreise. So etwas wird hier nicht umgeschlagen“, gab Djuren Entwarnung. Den C-Port als wirtschaftliche Vernetzung sieht Gerd Albers (CDU): „Lukrative Umschlaganfragen kann man nicht an Kreisgrenzen festmachen. Nur so kann der C-Port wettbewerbsfähig bleiben.“

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