STRüCKLINGEN Die Niederschlagsmengen der letzten Wochen und Tage im Nordkreis Cloppenburg sind gigantisch, jedenfalls im Vergleich zum Monat November 2011. Damals registrierte die Friesoyther Wasseracht für den gesamten Monat lediglich drei Liter Regen pro Quadratmeter, üblich seien rund 75 Liter, erläuterte Hans Peckskamp (65), Verbandsvorsteher der Wasseracht. Im vergangenen Dezember fielen dann mit bis zu 175 Liter pro Quadratmeter in der Region ungewöhnlich viel Regen. Normal sind es etwa 80 Liter. Der Trend zu hohen Niederschlägen hielt an den ersten Tagen des Januar an.

Modernste Technik

Der viele Regen hat im Norden des Kreisgebietes zu einer Hochwasserlage geführt. Soeste und Sagter Ems führen so viel Wasser wie schon lange nicht mehr, haben am Montag bei einer Kontrollfahrt auch Wasseracht-Geschäftsführer Martin Windhaus (47) und sein Techniker Christian Weerts (39) festgestellt. Obwohl immer noch große landwirtschaftliche Flächen überflutet sind und der Regen anhält, spricht Windhaus von einer „leichten Entspannung“.

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Dazu trägt auch der Einsatz der 14 Schöpfwerke bei, die die Wasseracht vor allen Dingen im Norden des Kreisgebietes betreibt. So pumpt ein großes Schöpfwerk in Utende nördlich von Strücklingen pro Sekunde 1000 Liter Wasser aus dem Utender Hauptpumpgraben in die Sagter Ems. Christian Weerts: „Im Graben ist sonst der Wasserstand mindestens einen halben Meter niedriger.“ Der Graben nimmt das Oberflächenwasser aus dem nahen Ort Strücklingen sowie von den umliegenden landwirtschaftlichen Flächen auf.

Die beiden Pumpen in dem 1953 errichteten Utender Schöpfwerk laufen derzeit fast rund um die Uhr. Das fast 50 Jahre alte Schöpfwerk ist mit moderner Steuerungstechnik ausgerüstet und kann ferngesteuert von Friesoythe aus überwacht werden. Martin Windhaus: „Die Modernisierung haben wir erst vor einigen Wochen vorgenommen. Da wurde eine ganz neue Steuerungstechnik eingebaut.“

Gesättigte Flussläufe

Nur wenige Kilometer weiter östlich sind Weiden und Wiesen entlang der Deichstraße überflutet. Das Barßeler Tief und die Soeste sind „mit Wasser gesättigt“, sagen Windhaus und Weerts. Nun drückt das Wasser in die landwirtschaftlichen Flächen. Martin Windhaus: „Allein hier an der Deichstraße sind einige hunderttausend Liter Wasser auf die Weiden gelaufen.“

Doch tendenziell sind die Pegelstände in den letzten zwei Tagen etwas gefallen. Wasseracht-Geschäftsführer Martin Windhaus: „Deshalb sehen wir aktuell eine leichte Entlastung. Allerdings erwarten wir in den nächsten Tagen weitere Regenniederschläge. Dann könnte sich die Hochwasserlage wieder verschärfen.“

Heinz-Josef Laing Friesoythe / Redaktion Münsterland
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