Thüle „Wenn jemand ein Burnout hat, ist das wie bei einem Trecker, dem der Sprit ausgegangen ist. Es fehlt einem die Kraft – das was einen antreibt“, erklärte Ludger Rolfes, Geschäftsführer der Ländlichen Familienberatung und des Landwirtschaftlichen Sorgentelefons Oesede.

Bei der Mitgliederversammlung der Arbeitsgemeinschaft der Beratungsringe (agb) Weser-Ems im Gasthof Sieger in Thüle referierte Rolfes am Mittwoch vor rund 90 Mitgliedern über den Umgang mit der Erschöpfungserkrankung.

Mit Hilfe des Liedes „Nur noch kurz die Welt retten“ von Tim Bendzko veranschaulichte der gebürtige Friesoyther, wie sich der Stress in einem landwirtschaftlichen Betrieb anhäufen kann. Wenn sich dieser auf Körper und Geist, das soziale Netzwerk, Arbeit und Leistung, materielle Sicherheit und/oder Werte und Normen auswirke, sollte gehandelt werden.

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„Ein wichtiger Schritt ist es, sich mit seinen Problemen anderen, dem Partner, der Familie oder einem Arzt anzuvertrauen, denn nur so kann das Problem angegangen werden“, erklärte Rolfes. Er wies jedoch darauf hin, dass nicht immer gleich ein Burnout vorliege. Manchmal helfe es schon, mit den Menschen zu reden, wie er anhand einiger Fallbeispiele aus seinen Tätigkeiten beim Sorgentelefon und der Familienberatung zeigte. Vielfach seien neben Burnout, Depressionen, Sucht und Angst auch Probleme in der Partnerschaft oder Generationskonflikte Thema der Gespräche. „Wir sollten anderen aktiv zuhören, ihre Probleme erspüren und sie ermutigen“, so Rolfes.

Vor dem Fachvortrag konnte agb-Vorsitzender Alfred Vorwerk die zahlreichen Besucher der Mitgliederversammlung begrüßen und ließ das vergangene Jahr Revue passieren. Nachdem Rechnungsbericht und Haushalt sowie kleinere personelle Änderungen vorgestellt worden waren, erfolgte die Ehrung von Georg Heye vom Beratungs- und Erzeugerring Herzlake/Haselünne. Ihm wurde Anerkennung für seine langjährigen Tätigkeiten zuteil.

Anna Lisa Oehlmann Volontärin, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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