Nordloh Geräuschvoll, munter und interkulturell geht es in diesen Tagen im Seminarhaus vom Hauskreis Nordloh an der Nordloher Dorfstraße 30 zu. Seit einer Woche sind elf junge Erwachsene aus der Ukraine, Russland und Weißrussland, Südkorea, Spanien, Armenien, der Türkei und Deutschland sowie zwei Teamerinnen damit beschäftigt, das in die Jahre gekommene Seminarhaus zu renovieren. Pflaster-, Maler- und Gartenarbeiten sind zu absolvieren.

Außerdem wollen die jungen Erwachsenen Grenzhäuschen an der Bikerscheune in Holtgast und am nahen Radweg in Holtgast errichten. Mit diesen soll die ehemalige Landesgrenze zwischen Oldenburg und dem Ammerland gekennzeichnet werden.

Unterstützt würden die jungen Leute von der Gemeinde Apen und der Landjugend Nordloh, sagt Henning Jürgens von der Gemeinde Apen. „Wir möchten unseren Gästen bei den Grenzhäuschen besonders die bautechnischen Vorarbeiten abnehmen, damit sie gleich mit der kreativen Gestaltung beginnen können.“ Unterstützt werde das Grenzhäuschen-Projekt auch durch Aper Firmen, die Sach- und Dienstleistungen sehr günstig oder gar kostenlos anböten.

„Eines der Projekte, die wir gern erledigt haben möchten, ist die Herrichtung einer neuen Terrasse für das Seminarhaus. Die soll bis zu unserer Abreise fertig sein“, sagt Anna-Lena Gentemann. Zusammen mit Anne Jansen betreut die ehrenamtliche Mitarbeiterin der Internationalen Jugendgemeinschaftsdienste (IJGD) die Gruppe der internationalen Gäste. Seit 1949 organisiert der IJGD als gemeinnützige Organisation Workcamps für Menschen zwischen 16 und 26 Jahren. Als Beitrag der Völkerverständigung kommen hierzu Menschen aus allen Teilen der Welt für drei Wochen zusammen, um an einem gemeinnützigen Projekt zu arbeiten und sich dabei über die kulturellen Unterschiede und Gemeinsamkeiten in den jeweiligen Teilnehmerländern auszutauschen.

„Wir arbeiten hier ungefähr sechs Stunden am Tag und es macht wirklich Spaß“, lacht Kyungyeon Shin während sie eifrig dabei ist, die Efeuranken am Seminarhaus zu stutzen. Für die südkoreanische Studentin ist es ebenso wie für viele ihrer Kollegen der erste Aufenthalt im Ammerland.

Gerade das Kennenlernen verschiedener Kulturen sei es, was für viele Teilnehmer den Reiz des Workcamps ausmache, ist Arno Günther überzeugt. Mit Ehefrau Silke Günther leitet der Pädagoge das Nordloher Seminarhaus hinter der roten Telefonzelle. „Momentan haben wir Gäste aus allen Teilen der Welt. Für uns wie für sie ist dieses Zusammenleben und arbeiten eine tolle Erfahrung“, freut er sich.NWZ


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