NEUVREES Seit einigen Wochen liegt in Neuvrees die Zustimmung des Landwirtschaftsministeriums zur Einleitung des Flurbereinigungsverfahrens vor. Deshalb lud der 2006 gegründete Arbeitskreis die betroffenen Bürger zu einer ersten Information durch die Behörde für Geoinformation, Landentwicklung und Liegenschaften (GLL) aus Oldenburg ein.

Bereits seit dem Jahr 2000 laufen in Neuvrees Bemühungen, mit Hilfe einer Flurbereinigung Flächen zu optimieren und die äußeren Bedingungen zu verbessern. Vier Jahre später wurde die Maßnahme nach einer Projektempfehlung in das Flurbereinigungsverfahren aufgenommen. Seit dem vergangenen Jahr ist ein Arbeitskreis mit Johann Bischof, Heinz Heymann, Gerd Bruns, Hermann Rolfes, Willi Holtmann, Gerd Dedden, Heinz Voß, Wilhelm Fortwengel, Friedrich Breyer und Karl-Heinz Schrand tätig, um vor Ort für das Projekt zu werben.

Gerd Fabian, Ursula Brückner und Ulrich Osterhus, die das Verfahren in den kommenden Jahren begleiten werden, stellten den Zuhörern im Dorfgemeinschaftshaus den geplanten Ablauf vor und konnten zu Kosten und rechtlichen Angelegenheiten Stellung nehmen. Als Ziele der Neuordnung nannte Gerd Fabian die bauliche Entwicklung im Ort und in den Außenbereichen, die Zusammenlegung von Flächen zu ausreichend großen Parzellen für eine optimale Nutzung, die Entflechtung unterschiedlicher Nutzungsansprüche und eine verbesserte Wasserhaltung.

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Einbezogen in die Flurbereinigung ist eine Gesamtfläche von 1423 Hektar, die im westlichen und nördlichen Bereich an Gehlenberg angrenzt, im Osten die Marka und die Grundstücke der Ellerbrocker Landwirte zur Grenze hat und im Süden vom Eleonorenwald begrenzt wird. Nach Abzug der öffentlichen Flächenanteile bleiben etwa 1000 Hektar der Gesamtfläche als beitragspflichtige Fläche übrig. Der vorläufige Kostenrahmen für Erschließung, Wegebau, Kompensationsmaßnahmen, Abfindungen, Vermessung und Entschädigungen sieht Investitionen von 2,2 Millionen Euro vor. Finanziert wird das Verfahren überwiegend durch einen Zuschuss von 75 Prozent der Kosten durch Landes- und EU-Mittel (1,65 Millionen Euro), der Rest durch Eigenleistungen (550 000 Euro). Für die Grundbesitzer bedeutet dies, dass sich eine jährliche Belastung von 27 Euro pro Hektar ergeben wird.

Die vorgesehen Wegebaumaßnahmen mit 16 km Asphaltdecke und 5.5 km Schotterdecke werden in folgenden Bereichen durchgeführt: Deepstreek, Kirchweg, Bögel, Fleerweg, Baggert, Feldstraße, Mühlenstraße und Werlter Weg. Hinzu kommen Ausgleichs- und Gestaltungsmaßnahmen wie Regulierungen an der Marka und am Deelschloot, die alte Markaarme wieder in das Gewässer einbeziehen oder durch den Umbau der jetzigen Staustufen in Gleitzonen für eine Anhebung des Wasserstandes sorgen sollen.

Mit der Einleitung in diesem Jahr hat das Verfahren offiziell begonnen. Im nächsten Jahr wird ein Vorstand der Teilnehmergemeinschaft gewählt. Ausbaubeginn soll 2009 sein und die Wertermittlung der Grundstücke ist für 2010 vorgesehen. Mit der endgültigen Flächenzuweisung wird 2017 gerechnet.

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