Cloppenburg Die Cloppenburger Tafel hat seit dem ersten Ausgabetag am 10. April 2006 Lebensmittel im Wert von mehr als drei Millionen Euro verteilt, wenn man den Warenwert eines Korbs mit 15 Euro ansetzt. Lebensmittel, die andernfalls weggeworfen worden wären, erklärte Tafel-Vorsitzender Elmar Dubber am Dienstagmorgen bei einem Pressegespräch zum bevorstehenden zehnjährigen Bestehen der Tafel.

Die Zahl der bisher ausgegebenen Warenkörbe werde noch in diesem Monat die Grenze von 200 000 übersteigen, so Dubber weiter. Nicht verkaufsfähige Ware, beispielsweise aufgrund eines falschen Mindesthaltbarkeitsdatums, werde an Bedürftige ausgegeben. Erwachsene zahlen pro Warenkorb 1,50 Euro, Kinder 50 Cent.

Nach einem Rückgang in 2014 (189 Besucher pro Ausgabetag) sei die Anzahl im zweiten Halbjahr 2015 (197) wieder deutlich angestiegen. Diese Entwicklung habe sich in 2016 (202) fortgesetzt, sagte Dubber. Geschuldet ist dies vor allem der Flüchtlingssituation. 115 Asylbewerber sind bei der Tafel gemeldet, vornehmlich aus Syrien und dem Irak, aber auch aus Mazedonien und Albanien.

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„Die 103 ehrenamtlichen Helfer kommen mit den zweieinhalb Stunden Ausgabezeit an den sieben Verteilerstationen nicht mehr aus“, erklärte Schriftführerin Maria Heier. Erschwerend hinzu kämen die Sprachbarriere und religiöse Vorgaben, die berücksichtigt werden müssten.

Ziel – so der 2. Vorsitzende Claus Schomakers – müsse ein Rückgang der Bedürftigkeit sein, so dass die Dienste der Tafel eines Tages nicht mehr nötig wären. „Man kann nur hoffen, dass in zehn Jahren nicht noch mehr Menschen auf diese günstige Einkaufsmöglichkeit zurückgreifen müssen, aber danach sieht es angesichts der steigenden Altersarmut nicht aus“, ergänzte Dubber. Der Anteil der Senioren ab 65 habe sich verdoppelt, Tendenz steigend.

Zum Einzugsgebiet der Tafel gehören neben der Stadt Cloppenburg auch Molbergen, Emstek und Cappeln. Mit anderen Tafeln in der Region werden Lebensmittel ausgetauscht.

Das zehnjährige Bestehen der Tafel wird gleich doppelt gefeiert: So soll ein Tag der offenen Tür am Sonntag, 28. Februar, 13 bis 18 Uhr, im Tafeldomizil an der Kirchhofstraße 15 bis 17 in Cloppenburg der Aufklärung dienen und der Bevölkerung einen Einblick in die Arbeit der Tafel geben. Bereits zwei Tage zuvor wird mit geladenen Gästen im Dorfkrug des Museumsdorfes gefeiert.

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