Lastrup „Wir brauchen keine Blühstreifenmanager. Das kriegen wir mit unseren Landwirten auch so hin.“ Lastrups Bürgermeister Michael Kramer hatte einen kessen Spruch auf Lager, als er zum Dank für ihr Engagement die beteiligten Landwirte und die Organisatoren des Blühstreifenprojekt zu einem gemütlichen Grillen mit einigen Kaltgetränken eingeladen hatte.

„Es ist eine gute Sache, wenn man das mit der Gemeinde und dem Landwirtschaftlichen Verein zusammen für die Gemeinde macht“, lobte dessen Vorsitzender Franz Klostermann das Blühstreifenprojekt. 66 Landwirte hatten sich mit insgesamt 25 Hektar beteiligt. Erstmals waren bei dem im vergangenen Jahr initiierten Projekt auch Privatpersonen und Unternehmer dabei.

Wie 2018 hatte die Gemeinde Lastrup das Blühstreifenprojekt mit den Vorsitzenden der Ortslandvolkverbände abgestimmt. „Dabei war klar, dass die Gemeinde wieder die Koordination übernehmen sollte. Dieses Projekt, so wie es sich jetzt entwickelt hat, ist einzigartig in der Region“, freute sich Kramer über die Reaktion der Landwirte. Erneut hatte sich auch der Hegering Lastrup beteiligt.

Aber neben dem Hegering sorgte auch der landwirtschaftliche Verein für Werbung unter den Berufskollegen. Die Gemeinde stellte das Saatgut zur Verfügung. Die Landwirte konnten entscheiden, ob sie es selbst einsäen wollten oder es durch die Gemeinde machen lassen wollten. „In diesem Jahr haben wir eigens eine Sämaschine angeschafft, die durch die Deutsche Stiftung Gewässerschutz gefördert wurde. Zudem konnten wir eine Kreiselegge kaufen. Dabei unterstützten uns der Kreislandvolkverband, die drei Lastruper Banken (LzO, VoBa, OLB), sowie die Firmen Diekgerdes, GS agri und die Mecklenburgische Versicherung. Trotz der Investitionen brauchten wir deshalb mit 5500 Euro wesentlich weniger auszugeben, als im letzten Jahr“, bilanzierte Sabrina Pech, die das Projekt bei der Gemeinde verantwortet.

„Wir wollen dieses Projekt auch im nächsten Jahr weiterführen. Denn wir möchten etwas für die Landschaft tun. Das geht nur mit der Landwirtschaft, zumal die Maisbauern die Flächen auch prämienwirksam nutzen können“, so der Bürgermeister. „Mit relativ wenig Aufwand haben wir ein tolles Ergebnis erzielt. Blühflächen und -streifen dienen vor allem in strukturarmen Agrarlandschaften als wichtige Nahrungsquelle sowie als Lebens- und Rückzugsraum für Vögel, Insekten, Kleintiere und Niederwild. Und sie sehen gut aus,“ freute sich Kramer.

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