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Lastrup „Wir machen so einen guten Job, wir dürfen und müssen unseren Stolz wieder nach außen tragen.“ Sarah Dhem (39), neue Präsidentin des Bundesverbands der Deutschen Fleischwarenindustrie (BVDF), will das Image der Branche verbessern. Die aus Lastrup kommende Fleischermeisterin und Diplom-Kauffrau ist in dritter Generation Geschäftsführerin des Familienunternehmens Werner Schulte GmbH & Co. KG – Lastruper Wurstwaren sowie des Online-Wurst- und Fleischversands Kalieber.

Die Fleischwirtschaft steht nicht nur in Deutschland vor neuen Herausforderungen. Neben strukturellen Verschiebungen sollten Antworten auf die veränderte Nachfrage der Verbraucher und die aktuellen gesellschaftlichen Forderungen an die landwirtschaftliche Erzeugung gefunden werden. Aber: Der Fleischkonsum bleibt in Deutschland nämlich trotz der großen Medienpräsenz veganer Produkte stabil. Die Debatten über vegane Ernährung hinterließen in den Konsumstatistiken bislang keine nennenswerten Spuren. Der Fleischkonsum schwankt seit Mitte der 90er Jahre nur leicht um einen Wert von durchschnittlich 60 Kilogramm pro Person.

Die deutsche Fleischwarenindustrie ist mit einem Umsatz von rund 18 Milliarden Euro und 68 000 Mitarbeitern der größte Bereich der deutschen Ernährungsindustrie. Der Bundesverband der Deutschen Fleischwarenindustrie vertritt etwa 120 Unternehmen der Branche. An der Spitze steht jetzt Sarah Dhem, stolze Enkelin des Unternehmensgründers Heinrich Schulte. Dhem, schon zuvor Mitglied des Vorstandes, folgt auf Dr. Wolfgang Ingold. Die neue Amtsinhaberin aus Lastrup will vor allem das Image der Branche verbessern. „Das gelingt nur, wenn wir öffentlich mehr wahrgenommen werden“, meint Dhem. Beim Tierwohl gehe es um die Interessen der Landwirte und der Schlachter. Aber die Fleischverarbeiter würden kaum erwähnt. „Dabei sind auch wir Teil der Kette, der auch noch tausende Arbeitsplätze sichert.“ Die Fleischwarenindustrie sei aufgerufen, die Türen zu öffnen. Sarah Dhem: „Wir machen einen guten Job in unseren Heimatorten, und das müssen wir lauter erzählen.“

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