Landkreis Cloppenburg Da sogenannte Streuobstwiesen zu den am stärksten gefährdeten Biotopen Mitteleuropas zahlen, will der Landkreis Cloppenburg die Anzahl dieser artenreichen Lebensräume mit einem Förderprogramm steigern. Das teilt die Kreisverwaltung in einer Pressemitteilung mit.

Obstgehölze, inklusive Stützpfahl, Befestigungsmaterial und Verbissschutz sollen pauschal mit 25 Euro pro Gehölz gefördert werden. Möglich ist auch ein Zuschuss zur Einsaat der Fläche mit einer extensiven Grünlandmischung. Zuwendungsberechtigt sind Privatpersonen, Vereine und Verbände (z. B. Wege- oder Jagdgenossenschaften, Dorfgemeinschaften, Bürgervereine). Es besteht eine Verpflichtung zum Erhalt und zur Pflege für 20 Jahre, die Mindestgröße beträgt 1000 Quadratmeter, sagt der Landkreis.

Die Bäume der Streuobstwiese dienen der Obsterzeugung, sagt der Landkreis. Da sie verstreut stehen, dient die Fläche zugleich als Grünland. Die Bäume tragen unterschiedliche Obstsorten wie Äpfel, Birnen, Kirschen und Pflaumen. Das Grünland wird oft als Mähwiese oder als Weideland genutzt.

Ein Streuobstbaum bietet auf mehreren Stockwerken Lebensraum für viele seltene Vögel, Kleinsäuger und Insekten. Besondere Bedeutung haben Streuobstwiesen als Lebensräume für Honigbienen und Wildbienen, heißt es in der Mitteilung. Diese sorgen auf der Suche nach Nahrung ganz nebenbei für die Bestäubung der Obstblüten und stellen so sicher, dass die Obstbäume im Herbst reiche Früchte tragen. Aber auch andere Tierarten fühlen sich auf Streuobstwiesen wohl: Gartenrotschwanz, Steinkauz und Grünspecht sind typische Arten der Obstwiesen.

Nähere Informationen sowie die Antragsunterlagen zum Förderprogramm sind auf der Homepage des Landkreises Cloppenburg:


     www.lkclp.de/bauen-umwelt/naturschutzlandschaftspflege 
Mareike Wübben Cloppenburg / Redaktion Münsterland
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